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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Trockenstabilat brannte: Halle war nicht genehmigt
Zwischenüberschrift:
Strafverfahren gegen Osnabrücker Firma
Artikel:
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Originaltext:
Trockenstabilat brannte: Halle war nicht genehmigt

Strafverfahren gegen Osnabrücker Firma

rll OSNABRÜCK. Es war Trockenstabilat von der Herhof-Anlage, das am Wochenende brannte, kein geschreddertes Verpackungsmaterial. Aber die Halle an der Carl-Stolcke-Straße war gar nicht für die Lagerung des Brennstoffs genehmigt. Und auch nicht geeignet, wie Gesche Saathoff-Schiche, die Leiterin des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamts, vermerkt.

Die Polizei hat ein Strafverfahren gegen die Firma Levien eingeleitet, die Herhof die Lagerhalle im Hafen vermietet. Möglicherweise müsse das Verfahren auf die Firma Herhof ausgedehnt werden, teilte ein Polizeisprecher gestern mit.

Beanstandet wird, dass leicht brennbares Material in einer Halle gelagert wurde, die lediglich als Containerabstellplatz genehmigt sei. Levien habe zwar eine Betriebsgenehmigung für die Lagerung von Trockenstabilat, allerdings in einem anderen Gebäude. Die Halle, in der es am Samstag gebrannt habe, habe keine Absauganlage und keine Sprinkleranlage, hieß es bei der Polizei. Schon aus Gründen der Feuersicherheit verbiete sich die Lagerung von brennbaren Substanzen.

Offenbar durch Selbstentzündung war das Trockenstabilat in Brand geraten. Es handelt sich um einen Brennstoff, der bei Herhof aus dem getrockneten und zerkleinerten Hausmüll gewonnen wird. Das Unternehmen am Fürstenauer Weg produziert davon rund 45 000 Tonnen pro Jahr. Der größte Teil davon wird in einem Zementwerk bei Itzehoe verbrannt.

In Osnabrück werden täglich acht große Lkw mit Trockenstabilat auf die Reise geschickt, " just in time", wie Herhof-Betriebsleiter Dr. Ralf Tuminski versichert. Sein Unternehmen könne es sich nicht leisten, dass die Anlage heruntergefahren werden müsse, nur weil es auf der Autobahn mal wieder einen Stau gebe. Die " Umschlagfläche" bei Levien sei angepachtet worden, um solche Störungen abzupuffern. Und zwar in der Annahme, dass alles so genehmigt sei.

' Tuminski kündigte an, dass Herhof demnächst eine eigene Halle auf dem Betriebsgelände am Fürstenauer Weg bauen wolle, um von Transportengpässen unabhängig zu sein. Im Gespräch sei eine Kapazität von zirka 1000 Tonnen. Der Bauantrag werde zurzeit vorbereitet, Fertigstellung solle möglichst noch in diesem Jahr sein.

Um über die Runden zu kommen, wolle Herhoff zwei weitere Hallen anmieten, denn das Zementwerk in Itzehoe werde voraussichtlich für fünf Wochen abgeschaltet. Diese Hallen seien von der Gewerbeaufsicht genehmigt, versicherte Tuminski.
Autor:
rll


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