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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Früher lauschig, heute laut
Zwischenüberschrift:
Das ehemalige Fürstbischöf liche Schloss zu Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Aus der Vogelperspektive ist das Osnabrücker Schloss auf diesem Foto zu sehen. Aufgenommen hat es Rudolf Lichtenberg um das Jahr 1920 herum vom Turm der Katharinenkirche aus. Im Hintergrund ist links der Schölerberg zu erkennen und rechts der Teutoburger Wald. Foto: Rudolf Lichtenberg

Früher lauschig, heute laut

Das ehemalige Fürstbischöf liche Schloss zu Osnabrück

Von Marie-Luise Braun

OSNABRÜCK. Lauschig war es früher vor dem Schloss. Denn bis nach dem 2. Weltkrieg war der Neue Graben noch eine schmale Gasse. Doch für die bessere Durchfahrt wurde sie verbreitert.

Heute ist der Neue Graben eine schnurgerade vierspurige Straße, über die lautstark der Verkehr zwischen Neumarkt und Ring hinwegrauscht.

Möglich wurde die Verbreiterung durch den Abbruch von Gebäuden ab Beginn des 20. Jahrhunderts. Zudem wurden Häuser nicht wieder aufgebaut, die im 2. Weltkrieg zerstört worden waren.

Das gilt zum Beispiel für den Marstall, der sich rechts vom Schloss befand. Eine kleine Ecke des Gebäudes ist am rechten Rand der alten Aufnahme zu sehen. Ein Teil des Reitstalls war schon 1909 abgerissen worden, um den Neuen Graben, der vor dem Schloss einen Knick machte, begradigen zu können.

Fast wie das Original wurde das Schloss nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut. Im Vordergrund ist das Dach der Industrie- und Handelskammer zu sehen. Foto: Gert Westdörp

Das Dach, das in der vorderen Mitte in das Bild hineinragt, gehört zur Evangelischen Volksschule. Auf dem Grundstück befindet sich heute die Industrie- und Handelskammer, deren Dach wiederum auf der aktuellen Aufnahme zu sehen ist.

Weiter links auf dem historischen Foto gegenüber vom Portal steht das ehemalige Offizierskasino, an dessen Stelle heute der Verkehr rollt. Anstelle der vielen kleinen Dächer, die hinter dem Ostflügel des Schlosses zu sehen sind, liegt heute das Gebäude des " Studi.os". In ihm befinden sich seit dem letzten Jahr Service-Einrichtungen für Studierende, zum Beispiel die Studienberatung der Uni.

Auffallend ist, dass an der Ritterstraße, die sich hinter dem Schloss entlangzieht, um 1920 noch keine Häuser stehen. Der Blick auf die dortigen Häuser wird heutzutage zum Teil durch das triste Erweiterungsgebäude der Universität verdeckt, das in den 1970er Jahren an der Seminarstraße errichtet wurde. Im Hintergrund der bck den Bilder ^ ind von links die Josephskirche (auf dem alten Foto noch ohne T\ irm) und die Lutherkirche zu erkennen. Die beiden Schlote der Textilfabrik Hammersen fehlen auf dem neuen Foto.

Erbaut wurde das barocke Schloss zwischen 1667 und 1675 als fürstbischöfliche Residenz für Ernst-August I. von Braunschweig-Lüneburg und seine Frau Sophie von der Pfalz. Im 2. Weltkrieg wurde es bis auf die Grundmauern zerstört.

Nach dem Wiederaufbau des Gebäudes zog 1953 die Pädagogische Hochschule ein, aus der 1974 die Universität hervorging.
Autor:
Marie-Luise Braun


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