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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Wir tun das Menschenmögliche"
Zwischenüberschrift:
Aufräumarbeiten nach dem Orkan werden noch Monate dauern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Jens Buchkremer

OSNABRÜCK. Zwei Wochen nachdem der Orkan " Kyrill" über die Stadt fegte, wird klar: Die Naturkatastrophe hat den Blumen im Stadtgebiet so stark zugesetzt, dass mehrere hundert Bäume gefällt werden müssen. Die Schäden sind oft nicht direkt zu erkennen. Dennoch gilt: Die Sicherheit geht vor.

Die vergangenen Tkge zählten sicher nicht zu den angenehmsten in Klaus Schröders Berufsleben. " Als ich den Bürgerpark gesehen habe, sind mir fast die Tränen gekommen, lausende Jahre Baumwachstum sind dort zerstört", klagt der Leiter des Eigenbetriebs Grünflächen und Friedhöfe. Der Orkan " Kyrill" ist so heftig durch den Bürgcrpark gefegt, dass reihenweise Bäume umkippten und Felsen aus dem Boden rissen. Auch an anderen Stellen im Stadtgebiet bietet sich ein Bild der Verwüstung, beispielsweise am Pappelgraben und am Hoffmeyerplatz. Verantwortlich dafür ist nicht alleine " Kyrill". Starker Regen vor und während des Orkans hatte das Erdreich überall stark aufgeweicht. Deswegen wurden viele Bäume entwurzelt.

Schwer zu schleppen haben die städtischen Mitarbeiter. Sie müssen das Holz beseitigen.

Risse Im Boden sind ein Zeichen dafür, dass sich das Wurzelwerk eines Baums gelockert hat.

Die Aufräurnarbeiten werden sich in der Stadt noch über Monate hinziehen. Klaus Schröder und seine Kollegen haben alle Hände voll zu tun. Nur wenige Tage nach dem Orkan wurde ein zusätzlicher Mitarbeiter eingestellt, der damit beschäftigt ist, Schäden zu ermitteln. " Wir tun das Menschenmögliche, um die Schäden zu beheben", versichert Klaus Schröder.

60 000 einzelne Bäume stehen auf öffentlichen Flächen in Osnabrück, etwa an Straßen und auf Friedhöfen. Wälder sind nicht mitgerechnet. Wie viele Bäume beschädigt sind, lässt sich nicht absehen. Fest steht aber schon jetzt; Viele oft jahrzehntealte Bäume werde nicht stehen bleiben können, auch wenn sie von außen unversehrt aussehen.

Lockere Wurzeln

Denn dieser Eindruck täuscht bisweilen, wie das Beispiel einer Silberpappel am Pappelgraben zeigt. Der Baum steht scheinbar fest im Boden, aber auf dem Fußweg davor sind kleine, frische Risse zu erkennen. " Das Wurzelwerk ist locker und leicht geneigt", erklärt Baumpfleger Thomas Maag. Wer genau hinsieht, entdeckt auf dereinen Seite des Baums eine kleine Kuhle im Boden, auf der anderen Seite eine Erhebung. Diese sind Anzeichen dafür, dass die Wurzel den Baum nicht mehr so fest im Erdreich verankert, wie es eigentlich der Fall sein sollte. Die Folge: Beim nächsten größeren Sturm kippt der Baum wahrscheinlich um. Dann ist es auch nicht damit getan, zur Vorsorge einige Aste abzusägen. Ein einmal entwurzelter Baum lässt sich in der Regel nicht mehr im Erdreich befestigen. So auch die Silberpappel.

Fotountertitel:

Opfer des Orkans wurde auch dieser Baum am Pappelgraben. Ein Kran bewegt den Stamm. Fotos: Elvira Parton

Die Stadt hat eine Verkehrssicherungspflicht und muss alles dafür tun, dass von den Straßenbäumen keine Gefahr ausgeht. " Wir fällen nicht aus Panik, sondern schauen uns die Bäume sehr genau an. Aber die Sicherheit hat Vorrang", erklärt Klaus Schröder.
Autor:
Jens Buchkremer


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