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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Fürstbischof als Namensgeber
Zwischenüberschrift:
Die ehemalige Gaststätte "Zur Augustenburg" im Katharinenviertel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Eigentlich wollte Fürstbischof Ernst-August II. eine Augustenburg in Osnabrück errichten. Der in der Nähe des Augustenburger Platzes begonnene Bau wurde jedoch nie vollendet. Außer diesem Platz erinnert heute eine Straße an das Gebäude. Und die Gaststätte " Zur Augustenburg" war nach ihm benannt.

Dieses Lokal befand sich bis in die 1980er Jahre hinein in dem Haus an der Kreuzung von Augustenburger Straße und Uhlandstraße. Äußerlich hat sich das Gebäude kaum verändert, wie die beiden Bilder zeigen. Von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs ist das Gebäude verschont geblieben.

In der Eckkneipe trafen sich die Nachbarn aus der Straße und aus dem umliegenden Viertel, die Mitglieder des Gesangvereins " Liedertafel Augustenburg" probten und die Arbeiter des nahe gelegenen Straßenbahndepots genehmigten sich hierein Feierabend-Bier. Vor etwa zehn Jahren versuchten andere Gastronomen mit einem Szenclokal ihr Glück in dem Gebäude. Es konnte sich jedoch nicht lange im Katharinenviertel halten. Wer heute den Eingang zu der Gaststätte sucht, steht vor einer Mauer. In den Räumen befindet sich nun eine Wohnung.

Der Name der Kneipe lehnt sich an eine Idee von Ernst-August II. von Braunschweig-Lüneburg (1674-1728) an. Der Fürstbischof von Osnabrück wollte sich mit der Augustenburg eine Art feudales Gartenhaus vor den Toren der Stadt errichten. Doch bis zu seinem Tod war der Bau nicht vollendet. Bürger der Stadt kauften das Lusthaus und rissen es ab.

Der Hauptwohnsitz von Ernst-August II. war das Fürstbischöfliche Schloss. In diesem barocken Gebäude war er auch geboren worden. Seine Eltern, Kurfürst Ernst-August von Hannover und Sophie von der Pfalz, hatten es ab 1667 erbauen lassen.

Ernst-August II. war der jüngste Sohn der beiden und Bruder des Königs Georg I. von Großbritannien.

Als Fürstbischof führte Ernst-August II. die Beamtenbesoldung ein. Er förderte das Leinen- und Tüchgewerbe und die Anlage einer Wachsbleiche. Er sorgte für den Bau einer Porzellanfabrik am Westerberg und die Errichtung einer bischöflichen Münze am Ledenhof. Mit seinem Tod jedoch wurden die meisten dieser Entwicklungen beendet.

Zeitreise

" Zur Augustenburg" hieß die Gaststätte, die diese Aufnahme aus dem Jahr 1906 zeigt.

Foto: Ansichtskarte

Von der Vergangenheit als Lokal ist dem heutigen Wohnhaus mit gelber Fassade nichts mehr anzusehen.

Foto: Klaus Lindemann
Autor:
Marie-Luise Braun


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