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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
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Überschrift:
Fahrverbot gilt nicht nur bei Feinstaubalarm
Zwischenüberschrift:
Umweltzone: Konsequenzen noch härter
Artikel:
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Originaltext:
rll OSNABRÜCK. 15 000 Autos müssten auf einen Schlag aus dem Verkehr gezogen oder umgerüstet werden, wenn sich die Stadt Osnabrück zur Einrichtung einer Umweltzone entschließt. Und das nicht nur hei Feinstaubalarm, sondern auf Dauer, wie Detlef Gerdts vom Fachbereich Grün und Umwelt gestern mitteilte. Der geplante Aktionsplan wird voraussichtlich härtere Konsequenzen haben als bislang angenommen.

Die Frage, ob der Rat eine Umweltzone für Osnabrück beschließt, ist noch offen. Insider lassen aber durchblicken, dass die Stadt kaum eine andere Wahl hat, um die Feinstaubwerte zu reduzieren. 2006 wurde an 59 Tagen der kritische Wert überschritten. Zulässig sind aber nur 35 Überschreitungstage.

Freie Fahrt nur noch mit Plakette. Auch in Osnabrück wird über die Einführung einer Umweltzone diskutiert.

Damit ist die Stadt verpflichtet, einen Aktionsplan aufzustellen, um die Feinstaubbelastung zu reduzieren. 45 andere Städte in Deutschland sind in einer ähnlichen Situation. Zum Beispiel Hannover. Fest steht inzwischen, dass die Landeshauptstadt zum 1. Januar 2008 eine Umweltzone für das Stadtzentrum bekommen wird. Ältere Dieselfahrzeuge und Benziner ohne Katalysator dürfen dann in der 45 Quadratkilometer großen Zone innerhalb des Messeschnellwegs nicht bewegt werden.

Ein Fahrverbot nur an bestimmten Tagen lasse sich praktisch nicht umsetzen, erklärte Fachbereichsleiter Gerdts. Denn erstens könne niemand exakt vorhersagen, wann es zu Feinstaubüberschreitungen komme. Und zweitens würden sich dann viele Autofahrer herausreden, sie hätten vom Fahrverbot nichts gewusst.

Nach den Überlegungen, die in verschiedenen Großstädten angestellt werden, sollen Autos nur dann in die Umweltzonen fahren dürfen, wenn sie mindestens der Schadstoffnorm Euro2 entsprechen. Nicht erwünscht sind ältere Dieselfahrzeuge und Autos ohne geregelten Katalysator.

Ab März bekommt jedes Auto eine Umweltplakette, die an der Frontscheibe befestigt werden soll. Für Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 4 oder besser gibt es eine grüne Plakette, für Euro 3 eine gelbe. Für Euro 2 signalisiert die Farbe Rot, dass es nur noch vorübergehend freie Fahrt gegeben wird. Keine Plakette gibt es für Autos der Gruppe Euro 1 oder schlechter, die somit als Erste unter das Fahrverbot fallen.

Falls die Stadt Osnabrück eine Umweltzone einrichtet, muss noch entschieden werden, ob sie sich nur auf die Innenstadt oder auf das ganze Stadtgebiet bezieht.
Autor:
rll


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