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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Immer noch gähnende Leere
Zwischenüberschrift:
Wöhrl-Komplex in neuen Händen - Bewegt sich jetzt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hin OSNABRÜCK. Das ehemalige Wöhrl-Haus am Neumarkt hat einen neuen Eigentümer. Kommt jetzt Bewegung in die Planung für den Neumarkt? Stadtbaurat Wolfgang Griesert ist guter Hoffnung: " Jetzt ist endlich jemand da, mit dem man reden kann."

Der Wöhrl-Komplex steht inzwischen fast leer, nachdem sich der Elektromarkt Ypso zurückgezogen hat. Ein Friseurgeschäft hält trotzig Stellung, Kunden werden entlang einer hölzernen Stellwand durch den gähnend leeren Markt zum Salon geführt.

Pläne für das Haus gibt es. Der Masterplan des Planungsbüros Gewers, Kühn und Kühn (Berlin) sieht vor, am südlichen Neumarkt mit Wöhrl-Komplex und angrenzenden Immobilien ein Einkaufszentrum zu schaffen. Der Eingang soll an der Ecke Johannisstraße sein. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für größere Investitionen am Neumarkt sind in Arbeit. Der Stadtrat fasste im vergangenen Jahr einen Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes auf der Basis des Masterplans.

Trostlos: Blick ins Innere des ehemaligen Wöhrl-Hauses am Neumarkt

Foto: Gert Westdörp

Die CM Immobilienentwicklungsgesellschaft aus Münster arbeitet seit über eineinhalb Jahren an einem Vermarktungsmodell. Eigentlich sollte längst eine Lösung auf dem Tisch liegen. Die Stadt hatte dem Büro im Frühjahr vergangenen Jahres eine Frist bis zum Juni 2006 gesetzt Wenn bis dahin kein Investor bereitstünde, sollte mit der kosmetischen Aufwertung des Neumarktes begonnen werden. Angedacht war eine Modernisierung der Buswartehäuschen.

Auch ein Abriss der umstrittenen Sitzecken vor dem Landgerichtsgebäude war im Gespräch. Die CDU/ FDP-Ratsmehrheit wollte vor der Kommunalwahl im September ein Signal setzen, dass es am Neumarkt weitergeht.

Die Stadt musste diese Frist aber immer wieder verlängern, weil der Wöhrl-Komplex zum Verkauf stand. In dieser Phase des Übergangs gab es für die Planer keinen verlässlichen Geschäftspartner.

Die Immobilie gehörte der ERGO-Versicherungsgesellschaft und ihrer Muttergesellschaft, der Münchener Rück. Das Geschäft schleppte sich so lange hin, weil das Haus am Neumarkt Teil eines bundesweiten Immobilienpakets war, das die Münchener Rück am Stück verkaufen wollte. Über 100 Immobilien bildeten dieses Paket. Übernommen hat es jetzt der zur Investmentbank Goldman Sachs gehörende Immobilienfonds Whitehall.

Stadtbaurat Wolfgang Griesert sieht darin einen großen Fortschritt. Endlich gebe es wieder einen Ansprechpartner für die Projektentwickler. Griesert: " Das geht jetzt voran." CM-Geschäftsführer Michael Luke wollte die Entwicklung nicht kommentieren. Luke hatte in der Vergangenheit mehrfach angedeutet, dass ein Investor für den Neumarkt bereitstehe.

Unterdessen hat der Präsident des Landgerichts, Antonius Fahnemann, seine Forderung erneuert, dem Neumarkt schnell ein besseres Gesicht zu geben. Beim Antrittsbesuch von Oberbürgermeister Boris Pistorius im Gericht sagte Fahnemann, der OB müsse seinen ganzen Einfluss geltend machen, den Neumarkt wieder zu einem attraktiven Zentrum zu machen. Fahnemann zählte die Knackpunkte auf: der " in die Jahre gekommene" Durchgang vom Kollegienwall zur Sportarena, die Sechziger-Jahre-Betonarchitektur an den Bussteigen, das Wöhrl-Gebäude und das grüne Haus an der Ecke Johannisstraße / Neumarkt.

" Mit neuer Fassade erzielen sie keinen Büro mehr Miete" Verwalter des grünen Eckhauses

Am grünen Eckhaus tat sich am vergangenen Freitag etwas: Gerüste wurden aufgebaut. Aber nicht um die schon mehrfach öffentlich kritisierte Kachelfassade zu erneuern, sondern um einen Sturmschaden am Dach zu reparieren, wie der Hausverwalter auf Anfrage erklärte. : Die Fassade werde vorerst nicht angefasst. Eine solche Investition - " die locker in die Million geht" - sei aktuell nicht wirtschaftlich. " Mit einer neuen Fassade erzielen sie keinen Euro mehr Miete", sagte der Verwalter. Auch ein Verkauf stehe nicht zur Diskussion.

Es tut sich was am grünen Eck Neumarkt / Johannisstraße. Doch wer erwartet, dass die Kacheloptik verändert wird, wird enttäuscht. Das Haus wurde Freitag eingerüstet, um einen Sturmschaden am Dach zu beheben. Das Haus bleibt ansonsten unverändert. Foto: Jörn Martens
Autor:
hin


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