User Online: 1 | Timeout: 12:20Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Fahrverbot für 15 000 Autos?
Zwischenüberschrift:
Feinstaub: Umweltzone für Osnabrück wird immer wahrscheinlicher
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK

Wir müssen leider draußen bleiben: Wenn in Osnabrück eine Umweltzone eingerichtet wird dürfen nur noch die sauberen Autos auf die Straße

Fahrverbot für 15 000 Autos?

Feinstaub: Umweltzone für Osnabrück wird immer wahrscheinlicher

Von Rainer Lahmann-Lammert

OSNABRÜCK. Feinstaubalarm auf Osnabrücks Straßen? Wenn es demnächst wieder kritisch wird, dürfen 15 000 Autos in Osnabrück wohl nicht mehr bewegt werden. Es sei denn, der Stadt fällt noch etwas anderes ein als die Einrichtung einer Umweltzone.

In Osnabrück wurden 2006 die kritischen Werte beim Feinstaub an 59 Tagen überschritten. Zulässig sind hingegen nur 35 Überschreitungstage. Deshalb muss die Stadt einen Aktionsplan aufstellen, um die Belastung durch krebsgefahrliche Feinstäube zu senken. 45 andere Städte in Deutschland sind in einer ähnlichen Situation.

Für konkrete Schritte sei es noch zu früh, beschwichtigt Detlef Gerdts, der Leiter des Fachbereichs Grün und Umwelt. Die Stadt will erst einmal die Modellrechnungen abwarten, die im Niedersächsischen Umweltministerium erarbeitet werden. Allerdings nur für die Hauptverkehrsstraßen. Diese Kalkulation soll dann aber auf das ganze Stadtgebiet ausgedehnt werden, damit auch die Wirkung von Verkehrsverlagerungen oder neuen Siedlungen berücksichtigt werden kann. Dafür muss die Stadt dann selber aufkommen.

Für Hannover und Braunschweig liegen die Zahlen schon vor, für Hildesheim sind sie in Arbeit. Detlef Gerdts hofft, dass die Modellrechnung für Osnabrück im Mai oder Juni fertig ist. Dann erst geht es um die konkrete Umsetzung - und um die Frage, ob die Stadt eine Umweltzone einrichten will.

Darunter verstehen die Fachleute einen feinstaubgefährdeten Bereich, der an kritischen Tagen nur von Autos befahren werden darf, deren Abgasfiltrung ein bestimmtes Niveau erreicht. Weitere Schritte wie Lkw-Umleitungen und die Reglementierung von Ofenheizngen werden ebenfalls erwogen.

Die maßgeblichen Planer und Politiker in Osnabrück nehmen den Begriff " Umweltzone" nur ungern in den Mund, allenfalls in Verbindung mit " eventuell". Gleichwohl wird jenseits der Mikrofone eingeräumt, dass es ohne Umweltzone kaum möglich sein wird, die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Und so gibt es bereits Überlegungen, die Innenstadt und vielleicht auch die ganze Stadt an potenziellen Überschreitungstagen für all jene Autos zu sperren, die den Umweltstandard Euro2 nicht erreichen.

Fahrverbot für Luftverpester: Das gilt für Autos, die den Euro-2-Standard nicht erreichen.

Wolfgang Griesert, Stadtbaurat und Umweltdezernent, hat sich schon mal nach den Auswirkungen erkundigt: 15 000 Autos in Osnabrück wären davon betroffen, erklärte er jetzt vor dem Stadtentwicklungsausschuss - also knapp jedes fünfte hier zugelassene. Dazu kämen natürlich die Pendlerfahrzeuge.

Später würden die Standards dann verschärft, so dass über kurz oder lang auch Motoren der Euro-2- und Euro-3-Norm an den Überschreitungstagen zum Stillstand verdonnert wären.
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


Anfang der Liste Ende der Liste