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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Piesberg lebt auch ohne Buga
Zwischenüberschrift:
"Aktionsplan 2030" vorgelegt
Artikel:
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Originaltext:
hin OSNABRÜCK. Die Stadt stellt die Weichen für die Entwicklung des Piesberges ohne Bundesgartenschau. Der Buga-Lenkungsausschuss verabschiedete gestern einen Aktionsplan 2030, anschließend gab er sich selbst eine neue Aufgabe.

Die Aufgabe heißt jetzt, einen Kultur- und Landschaftspark Piesberg zu entwickeln - und unter einem entsprechenden Namen werden der Buga-Lenkungsausschuss und der Buga-Projektausschuss künftig zusammengeführt. Die Buga-Entwickungsgesellschaft, an der die Stadt, der Landkreis und das Land Niedersachsen beteiligt und, wird einen neuen Geschäftszweck erhalten.

Das ist die Konsequenz aus dem Ratsbeschluss vom November vergangenen Jahres, die Bewerbung für die Bundesgartenschau 2015 zurückzuziehen. Kreis und Land wollen an der Entwicklung des Piesberges aber weiter mitwirken. Das Land wird nach Angaben von Oberbürgermeister Boris Pistorius die Mitarbeit ruhen lassen, bis über das Bürgerbegehren zur Buga entschieden ist.

Aus demselben Grund lehnen CDU und FDP die Umwandlung der Entwicklungsgesellschaft ab. Fritz Brickwedde, Josef Thöle (beide CDU) und Thomas Thiele FDP) stimmten dagegen, Boris Pistorius, Ulrich Hus (beide SPD), Michael Hagedorn (Grüne) und Wolfgang Griesert (CDU, Stadtbaurat und stimmberechtigtes Ausschussmitglied) stimmten für die Umwandlung der Gesellschaft.

4 zu 3 Stimmen, die denkbar knappste Mehrheit. Sie kam nur zustande, weil Burkhard Jasper (CDU) nicht anwesend war und seine von der CDU entsandte Vertreterin Claudia Welp aus rechtlichen Gründen nicht mitstimmen durfte. Bei 4 zu 4 Stimmen wären die Anträge abgelehnt gewesen, die Buga-Gesellschaft bestünde in ihrer bisherigen Form weiter.

Zuvor hatte der Ausschuss einstimmig den Aktionsplan 2030 für den Piesberg abgesegnet. Der 188 Seiten starke Plan trägt alle Konzepte und Ideen zusammen, die bislang für die Zukunft des Piesberges entworfen wurden. Nicht berücksichtigt sind alle Bestandteile, die ausschließlich für eine Bundesgartenschau nötig gewesen wären. Der Aktionsplan diene als Richtschnur und Steuerungsinstrument, sagte Pistorius. Er sei nicht als Entwicklungskonzept zu verstehen, sondern als Sammlung aller Ideen, die ohne den zeitlichen Druck einer Buga geprüft werden sollen. Auf dieser Grundlage sollen Prioritäten gesetzt, Kosten- und Finanzierungspläne erarbeitet, Förderprogramme ausgekundschaftet und die weiteren Realisierungsschritte entworfen werden. Pistorius verglich den Aktionsplan mit einer großen Speisekarte: " Da ist von der Currywurst mit Pommes bis zum Vier-Gänge-Menü im La Vie alles drin." Was fehlt, sind noch die Preisangaben für die einzelnen Gerichte.

Kultur- und Landschaftspark

2030 ist das Zieljahr des Aktionsplanes. In dem Jahr endet der Gesteinsabbau. Der Piesberg soll als Kultur- und Landschaftsplan drei Funktionen erfüllen: Naherholungsgebiet, Teil des europäischen Geoparks Terra.vita und touristisches Ziel im westlichen Niedersachsen. Der Aktionsplan, zusammengestellt vom Planungsbüro Herbstreit, strukturiert die möglichen Entwicklungsbausteine thematisch und räumlich. Die Themen sind: Geologie, Natur, Industriekultur, Energie und Frieden, Grün und Gartenkultur, Erholung und Sport, Kunst und Kultur, Bildung. (Mehr zum Inhalt des Aktionsplanes in unserer morgigen Ausgabe.)
Autor:
hin


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