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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Altlast schwebt über den Dächern davon
Zwischenüberschrift:
Wüste: Die Tücken der Sanierung
Artikel:
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Originaltext:
OSNABRÜCK. Altlasten liegen nicht immer dort, wo Baumaschinen gut aufs Gelände kommen. An der Heinrichstraße schweben die Bagger am Kranhaken ein, und jede Fuhre Erde muss durch den Luftraum transportiert werden. Deshalb bleibt die Straße bis einschließlich Freitag gesperrt.

Seit einem Jahr lässt die Stadt auf den belasteten Grundstücken in der Wüste die Erde austauschen - ausgekoffert wird 60 cm tief. Bei Bodenuntersuchungen hatte sich herausgestellt, dass durch planmäßige Aufschüttungen von Schlacke und Schutt nach dem Zweiten Weltkrieg allerlei Schadstoffe in den Gärten verteilt wurden, vor allem Blei und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.

25 von 80 betroffenen Gärten sind schon saniert. Nr. 26, das Grundstück Heinrichstraße 12, stellt die Fachleute vor größere Herausforderungen, weil der Garten nur durch Treppenhaus und Keller erreichbar ist. Und weil auch über die Nachbargrundstücke nichts zu machen war, musste ein 160-Tonnen-Kran her, der 160 Kubikmeter verseuchte und die gleiche Menge saubere Erde Mulde für Mulde über die Dächer der viergeschossigen Häuser hebt.

Auch die beiden Bagger - immerhin jeweils 5, 5 Tonnen schwer - gelangten über den Luftweg in den Garten. Für die Sanierung der " größten bewohnten Altlast Deutschlands" veranschlagt die Stadt 3 Millionen Euro. 13 500 Kubikmeter Erde werden dabei ausgetauscht. Stadtbaurat Wolfgang Griesert rechnete gestern vor, wie viel das ist: die Fläche von einem Sportplatz, aber zwei Meter hoch aufgeschüttet.
Autor:
rll


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