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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Erbaut aus Steinen des Piesbergs
Zwischenüberschrift:
Michaelis-Kirche in Eversburg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Erbaut aus Steinen des Piesbergs

Die Michaelis-Kirche in Eversburg

Mit einer Postkarte der alten " Marienkapelle", die 1909 eingeweiht wurde und einem Foto der heutigen Michaelis-Kirche, einem Neubau aus der Nachkriegszeit Jörn Martens

Von Marie-Luise Braun

OSNABRÜCK. Um einen Gottesdienst zu besuchen, mussten die Eversburger vor der Gründung einer eigenen Gemeinde weit laufen: Bis zur St.-Marien-Kirche am Rathausmarkt. 1871 stellte der Kirchenvorstand deshalb einen Antrag beim Königlichen Konsistorium in Hannover auf Gründung einer Pfarrstelle in Eversburg.

Doch die Erlaubnis wurde erst 1896 erteilt. Das lag an den für heutige Verhältnisse ungewöhnlichen kirchlichen Regeln, wie das Osnabrücker Tageblatt 1959 berichtete: So mussten damals jeweils unterschiedliehe Prediger die Frühgottesdienste und die Hauptgottesdienste leiten, Gleiches galt für Trauungen (die damals noch " Copulationen" genannt wurden) und Taufen.

Zeitreise

1896 war es dann so weit: Die Urkunde über die Errichtung einer Eversburger Pfarrstelle wurde ausgestellt. Der junge Pastor Goudefroy zog mit seiner Frau in eine Mietwohnung an der Eversburger Straße - doch er hatte weder Gemeinderaum noch Kirche und musste wie seine " Schäfchen" zum Gottesdienst nach St. Marien pilgern.

Seinen ersten Gottesdienst in Eversburg feierte der Pastor im Februar 1897 - in der Turnhalle der Liebfrauenschule. Kirchenbänke, Kanzel und Harmonium lagerten die Woche über in einem Schuppen, aus dem die Eversburger vor jedem Gottesdienst ihre " Kirche" bestückten.

Pastor Goudefroy gelang es immerhin, den Bau eines Gemeindehauses und eines Pfarrhauses in die Wege zu leiten. Erst sein Nachfolger Pastor Grussendorf sorgte für den Bau eines Kirchensaales - für dessen Bau der Piesberg die Steine lieferte.

Eingeweiht wurde das Gotteshaus schließlich im September 1909. In dieser Zeit hieß es noch " Marienkapelle", erst 1940 erhielt die Kirche ihren heutigen Namen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde St. Michaelis durch einen Bombeneinschlag erschüttert. Die Fenster zerbarsten, und das Mauerwerk kam aus dem Lot. Anfang der 1950er Jahre entschied sieh der Kirchenvorstand für einen Neubau. So wurde aus dem Predigtsaal eine Kirche, und der Turm in seiner heutigen Form entstand. 1992 wurde sie wegen Bauschäden gesperrt und renoviert.

Erbaut wurde die Michaelis-Kirche 1909 als " Marienkapelle". Aus dieser Zeit stammt auch diese Aufnahme, auf der rechts das Pfarrhaus zu sehen ist.
Foto: Postkarte

Mit spitzem Turm, Mäuerchen drum herum und umrahmt von Bäumen, präsentiert sich St. Michaelis heute.

Foto: Jörn Martens
Autor:
Marie-Luise Braun


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