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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Orkan hält die Helfer auf Trab
Zwischenüberschrift:
Aufräumen am Tag danach - Pistorius: Stadt ist glimpflich davongekommen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Jens Buchkremer

OSNABRÜCK. Die Nacht, in der Orkan " Kyrill" Über die Stadt fegte, wird in die Geschichte der Osnabrücker Feuerwehr eingehen. Innerhalb von 24 Stunden fuhr sie rund 500 Einsätze - etwa ein Drittel dessen, was sonst in einem Jahr passiert. Auch gestern waren die Helfer pausenlos im Einsatz.

Jürgen Knabenschuh, Chef der Berufsfeuerwehr, sprach gestern Nachmittag von einer " absoluten Ausnahmesituation" für die Feuerwehr. Oberbürgermeister Boris Pistorius zeigte sich dennoch einigermaßen erleichtert: " Die Stadt ist glimpflich davongekommen. Bei der Heftigkeit der Sturmböen hätten die Folgen noch schwerwiegender sein können."

Die vorläufige Bilanz: Fünf Menschen sind in der Orkannacht in Osnabrück leicht verletzt worden. Auch die Sachschäden sind beträchtlich. Bäume knickten um und stürzten auf Hausdächer, Wassermassen überfluteten Keller, Dachziegel prasselten auf Autos und Fußwege. Am Osnabrücker Pappelgraben krachte ein Baum in ein Wohnhaus. Die Feuerwehr musste den einsturzgefährdeten Schornstein des Hauses sichern und abtragen. Der 240 Quadratmeter große Keller der Berufsbildenden Schulen " Marienheim" am Gut Sutthausen stand komplett unter Wasser. Die Folgen des Orkans waren auch an anderen Stellen im Stadtgebiet und im Umland zu sehen. Hunderte Helfer waren im Einsatz, um zumindest die gröbsten Schäden zu beseitigen. " Wir konnten nicht alles auf einmal erledigen, sondern haben die Einsätze nach Prioritäten abgearbeitet", erklärte Jürgen Knabenschuh.

Neben Rettungskräften hatten auch rund 100 Mitarbeiter des städtischen Eigenbetriebs Grünflächen und Friedhöfe alle Hände voll zu tun. Sie kümmerten sich um Beseitigung von Baumschäden. Die Polizeiinspektion Osnabrück verzeichnete in der Orkannacht fast 220 Einsätze. 20 Straßen mussten gesperrt werden. Die B 51 war zwischen Harderberg und Oesede bis gestern, 13 Uhr, unbefahrbar. DasTechnische Hilfswerk war in der Nacht rund 50-mal im Einsatz. Eines seiner Fahrzeuge wurde während der Fahrt zu einem Einsatz von einem Baum getroffen. " Die Helfer blieben aber unverletzt", berichtete Pressesprecher Frank Ulbrich-Abeln.

Am Vormittag hatte die Stadt eine Bürger-Hotline geschaltet. Ab 6.30 Uhr standen die Telefone nicht still. " Wir haben Hunderte Anrufe bekommen", erklärte Stadt-Pressesprecher Dr. Sven Jürgensen. Die meisten Anrufer erkundigten sich, ob in den Schulen Unterricht stattfand und ob die Busse wieder fuhren - beides war der Fall.

Auf ein Reihenhaus gekracht ist dieser Baum am Osnabrücker Pappelgraben. Die Feuerwehrleute mussten ihn anheben, ohne weitere Schäden am Haus zu verursachen. Bei einem Mehrfamilienhaus in der Nachbarschaft lehnt der abgeknickte Ast einer Weide am Dachfirst. Foto: Jörn Martens

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Autor:
Jens Buchkremer


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