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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Zukunftsweisende Wohnform"
Zwischenüberschrift:
Von der Gaszählerfabrik Kromschröder zum Studentenwohnheim
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Zukunftsweisende Wohnform"

Von der Gaszählerfabrik Kromschröder zum Studentenwohnheim

mlb OSNABRÜCK.
Seit Ende des 19. Jahrhunderts stellte die Firma Kromschröder am Jahnplatz Gaszähler her. 1981 wurde in dem Gebäudekomplex ein Wohnheim für Studierende eröffnet. Diese Umnutzung " eines Stücks Stadtgeschichte" bezeichnete Otto Kerll, der damalige Geschäftsführer des Studentenwerks, als " zukunftsweisende Form studentischen Wohnens".

Zeitreise

Errichtet wurde der Backsteinkomplex ab 1897. In dem Geviert des Gründerzeitbaus befanden sich kleine Gebäude, die um fünf Binnenhöfe gruppiert waren. Die Firma Kromschröder fand nach ihrem Auszug einen neuen Firmensitz in Lotte-Büren.

Zu Beginn der Planungen des Wohnheims war vorgesehen, den Gebäudekomplex weitgehend zu erhalten. So sollte das äußere Gebäude lediglich ein neues Dach bekommen, und nur die im Innenhof stehenden Bauten sollten ersetzt werden.

Auch der städtische Denkmalpfleger Bruno Switalla begrüßte die Planung, das Haus zu erhalten. Er betonte Ende der 70er Jahre die Einmaligkeit des Industriekomplexes, der sich gut in die Architektur des umliegenden Wohngebiets eingepasst habe. Beim Umbau musste das Architekturbüro Rohling die Pläne jedoch umwerfen, denn die Fundamente des Gebäudes waren stark verrottet. Immerhin: Die Außenmauern konnten erhalten werden.

Seit September 1981 bietet das Haus aus Backstein mit seinen Rundbogenfenstern, Grünflächen und drei abgeschlossenen Binnenhöfen 310 Studierenden ein Zuhause mit besonderem Wohnflair. Neben Einzelzimmern gibt es Wohngemeinschaften sowie Wohnungen für Paare und junge Familien. Für viele Bewohner praktisch ist die Nähe zur Uni im Schloss, das nur 700 Meter entfernt liegt.

Bei einigen Studierenden kam der Umbau jedoch weniger gut an: Noch vor der Eröffnung des Wohnheims demonstrierten sie gegen seine Ausstattung. Zu bemängeln hatten sie unter anderem, dass es statt Tapeten nur weiße Farbe an den Wänden gab und die Heizungsrohre über Putz verlegt waren. Dennoch: Die Zimmer des Wohnheims waren stark gefragt und konnten rasch vermietet werden.

Zu Weihnachten schrieben die Bewohner ihre eigene frohe Botschaft: Mit einer Spende von 110 Euro haben sie dazu beigetragen, dass alle Schüler der Bramscher Grundschule " Im Sande" am Weihnachtsausflug teilnehmen konnten und das Stück " Karlsson vom Dach" im Stadttheater sahen.

Beispielhaft für den Städtebau: Der ab 1897 erbaute Gebäudekomplex der Gaszählerfabrik Kromschröder (im Bildhintergrund) fügte sich gut in die Architektur des Wohngebiets ein, das um den Jahnplatz herum entstanden war.Die Postkarte hat uns Dieter Mehring aus Moers zur Verfügung gestellt. Das Bild entstand 1905.

Eine andere Perspektive auf das Wohnheim am Jahnplatz musste der Fotograf für dieses Bild wählen. Das Haus wäre sonst vollständig hinter Büschen verborgen. Foto: Jörn Martens
Autor:
mlb


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