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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ehemals eine Top-Adresse
Zwischenüberschrift:
Der Neumarkt mit Landgericht und Kislings Verlagshaus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Marie-Luise Braun

OSNABRÜCK. Zwei herausgehobene Repräsentationsbauten zeigt das historische Foto unserer heutigen Zeitreise: das Landgericht und das Kislingsche Verlagshaus am Neumarkt. Aufgenommen wurde das Bild vom Neuen Graben aus.

Zeitreise

" Osnabrücker Zeitung" stand auf dem Gebäude, das der Betrachter in der Mitte des historischen Fotos erkennt. Die Zeitung erschien im Kisling-Verlag, der in dem Haus seinen Sitz hatte. In den 1930er Jahren übernahm der Verlag Meinders & Elstermann die Zeitung und verschmolz sie mit dem " Osnabrücker Tageblatt", aus dem später die Neue OZ hervorging.

1863 am Ufer der Hase erbaut, wurde das Verlagshaus im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Nur ein Teil des mehrstöckigen Gebäudes blieb erhalten - allerdings mit einer wesentlich weniger ansprechenden Fassade. Es bietet heute einer Konditorei und ein paar kleineren Geschäften Platz.

Vor dem Verlagshaus stand damals ein Denkmal für die im Deutsch-Französischen Krieg der Jahre 1870/ 71 gefallenen Soldaten. Auf seiner Spitze war eine Germania-Figur angebracht. Das Denkmal steht heute auf dem Straßburger Platz - jedoch ohne die Germania. Die Figur ist im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen worden.

Das Landgericht bezog nach vier Jahren Bauzeit am 27. August 1878 sein Domizil am Neumarkt. Vorangegangen war dem Bau ein Streit mit der Landdrostei, der heutigen Bezirksregierung. Auch sie wollte sich an der " guten Adresse" niederlassen. Doch das Landgericht setzte sich wegen älterer Rechte durch: Denn an gleicher Stelle stand vormals das alte Zuchthaus des Fürstbistums Osnabrück. Den massiven Repräsentationsbau des Landgerichts zierte damals in der Mitte ein Risalit, ein hervorstehender Gebäudeteil. Zu sehen am rechten Bildrand der alten Aufnahme. Der Risalit fiel dem Krieg zum Opfer. Erhalten geblieben sind die Ziegelfassade und der vom Spätklassizismus überlagerte Rundbogenstil. Sie heben das Haus deutlich gegen die karge Nachkriegsarchitektur des Platzes ab.

Vom Neuen Graben her gesehen zeigt diese Aufnahme den Neumarkt um das Jahr 1900. In der Bildmitte ist das Verlagshaus Kisling zu sehen, das damals die " Osnabrücker Zeitung" herausgab. Rechts erhebt sich der massive Bau des Landgerichts.
Foto: Rudolf Lichtenberg

Geprägt vom Straßenverkehr ist der Neumarkt heute.
Foto: Klaus Lindemann
Autor:
Marie-Luise Braun


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