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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Radwege auf Fahrbahnniveau
Zwischenüberschrift:
Zu "Auf falscher Seite geradelt: Leicht verletzt" (Ausgabe vom 12. Januar).
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Foto: Jörn Martens

" Radwege müssen manchmal in beide Richtungen genutzt werden! Die Polizei macht es sich mal wieder sehr einfach, wenn sie Radfahrer im Zusammenhang mit dem Unfall an der Bramscher Straße / Am Krümpel zurechtweist, dass das Nutzen von Radwegen entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung eine Ordnungswidrigkeit ist. Verkehrsteilnehmer, die aus untergeordneten Straßen ausfahren wollen, müssen mit Radfahrern aus beiden Richtungen rechnen. Es gibt - auch in der Stadt Osnabrück - Strecken, auf denen Radfahrer dazu gezwungen werden, sich als " Geisterfahrer" zu betätigen, wie etwa an der Birkenallee Fahrtrichtung Kreisel Atter-fcld. Im Zuge von Baustellen können solche Gebote sogar kurzfristig ausgesprochen werden. Daher müssen Autofahrer immer damit rechnen, dass ein Radfahrer einen Radweg in der vermeintlich falschen Fahrtrichtung benutzt. Diese Sorgfaltspflicht gilt selbst dann, wenn der Radweg nicht regelkonform genutzt wird, denn gerade Verkehrsteilnehmer, die aus einer untergeordneten Straße kommen, können nicht erkennen, ob der Radweg an der vorfahrtsberechtigten Straße vorschriftsgemäß oder ordnungswidrig befahren wird. Dies sagen jedenfalls zahlreiche Gerichtsurteile aus. Der Polizei würde es gut zu Gesicht stehen, auch hierauf hinzuweisen. Unfälle und Konfliktsituationen auf links an Straßen verlaufenden Radwegen zeigen, dass solche einseitigen Radwege oft eine nicht vorhandene Sicherheit vortäuschen, da Autofahrer häufig nicht auf Radfahrer aus beiden Richtungen achten. Wegen der Gefährdung, der Radfahrer auf solchen Radwegen ausgesetzt sind, sollten diese möglichst nicht vorgesehen werden, schon gar nicht aus Kostengründen, um sich den Bau eines weiteren Radweges auf der »richtigen" Seite zu ersparen. Unfälle wie der an der Bramscher Straße können auch vermieden werden, indem Radwege nicht hoch-bordig, sondern auf Fahrbahnniveau angelegt werden. Hier sind nämlich keine " Geisterfahrer auf zwei Rädern" zu beobachten."

Dr. Bernd Schneider

ADFC Osnabrück

Kreisverb. Osnabrück e.V.

1. Vorsitzender

Bierstraße 6

Osnabrück
Autor:
Dr. Bernd Schneider


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