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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
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Überschrift:
Aus dem Nichts entstand ein See
Zwischenüberschrift:
Der Rubbenbruch im Wandel der Zeit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Aus dem Nichts entstand ein See

Der Rubbenbruch im Wandel der Zeit

So ändern sich die Zeiten - und der Rubbenbruchsee. Der Schwimmbagger und verrostete Eisenteile prägten wegen des Sandabbaus, der bis 1991 über 16 Jahre lang hier betrieben wurde, lange das Bild des Sees. Grün umwachsen präsentiert sich der Rubbenbruchsee heute Erholung suchenden Spaziergängern.
Foto: Archiv/ Gert Westdörp

Von Marie-Luise Braun

OSNABRÜCK. Verrostete Eisenteile, ein ausgedienter Schwimmbagger und unbewachsene, sandige Uferstrecken. So sah es im Jahr 1991 am Rubbenbruchsee aus. Bis dahin wurde seine Fläche in 16 Jahren durch Sandabbau von 18 Hektar auf 24 Hektar vergrößert.

Anfang der 1960er Jahre gab es den See noch gar nicht. Damals entstanden erste Pläne, im Rubbenbruch einen See anzulegen, den es fehlten Naherholungsgebiete für die Bürger der wachsenden Stadt Osnabrück. Außerdem sollte der See dem Schutz von Flora und Fauna dienen.
Nach Jahren der Diskussion und der Planung begann schließlich Mitte 1968 der Bau des Sees. 885000 Kubikmeter Boden wurden zunächst ausgehoben. Seine heutige Gestalt erhielt der See in verschiedenen Bauabschnitten.

Zeitreise

Der letzte Abschnitt begann 1975, als Bagger den See zunächst auf eine Tiefe von dreieinhalb Metern bringen sollten. " Die Verpachtung an einen Betrieb für Sandabbau war für die Stadt die preiswerteste Lösung, um den 27 Hektar großen See herrichten zu lassen", berichtete die " Neue OZ" Anfang der 1990er Jahre. Erst 1991 waren die Arbeiten beendet - statt der dreieinhalb Meter war der See inzwischen 20 Meter tief ausgehoben. Zweimal brachen bei dem Ausbau Uferteile ab, da der Bagger die Böschung unterspült hatte.
Gleichzeitig mit dem Abbau des Sandes wurde der See ausgestaltet. Mit der Anlage von Flachwasserzonen, Inseln und Steilufern entstanden Schutzzonen für Flora und Fauna

Für Erholung Suchende gibt es inzwischen einen Rundwanderweg, Restaurants, Kinderspielplätze und einen Bootsverleih. Gedacht war auch an die Anlage eines Freibades. Doch das Schwimmen im Rubbenbruchsee ist heute verboten.

Das schreibt der Flächennutzungsplan für den See fest: Während der nordwestliche Teil dem Naturschutz und der Ruhe dienen soll, ist der südöstlich gelegene Bereich eingeschränkt für die Freizeitnutzung freigegeben. Hier können zum Beispiel Tretboote gemietet werden, doch fahren dürfen sie nur auf der freigegebenen Hälfte des Sees.

So ändern sich die Zeiten - und der Rubbenbruchsee. Der Schwimmbagger und verrostete Eisenteile prägten wegen des Sandabbaus, der bis 1991 über 16 Jahre lang hier betrieben wurde, lange das Bild des Sees. Grün umwachsen präsentiert sich der Rubbenbruchsee heute Erholung suchenden Spaziergängern.
Foto: Archiv/ Gert Westdörp
Autor:
Marie-Luise Braun


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