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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Jetzt doch Kongresshotel am Wall
Zwischenüberschrift:
300 Betten für 15 Millionen Euro
Artikel:
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Originaltext:
Jetzt doch Kongresshotel am Wall

300 Betten für 15 Millionen Euro

dk OSNABRÜCK.
Es war wohl eine der letzten Amtshandlungen von Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip: Exakt 12 Stunden und 30 Minuten vor dem Ende seiner Amtszeit konnte er in Sachen Kongresshotel Vollzug melden. Das ehemalige Gewerkschaftshaus am Neuen Graben ist verkauft. Und zwar an MBN.
Das Georgsmarienhütter Bauunternehmen will neben der Stadthalle ein Haus der Vier-Sterne-Kategorie mit bis zu 300 Betten bauen. Verkäufer IGMET( die Immobilien- und Vermögensgesellschaft der IG Metall) und MBN sind sich einig geworden. Über den Kaufpreis schwiegen sich gestern sowohl MBN-Vorstandsmitglied Wolfgang Streich als auch IG-Metall-Bevollmächtigter Hartmut Riemann aus. Das Investitionsvolumen werde sich auf etwa 12 bis 15 Millionen Euro belaufen, schätzte Streich. Angestrebt werde eine Fertigstellung bis zum Katholikentag 2008.

Mit der Vertragsunterzeichnung findet eine mehrjährige Hängepartie um die Immobilie ihr Ende. OB Fip hatte von Beginn an darauf gedrängt, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadthalle ein Kongresshotel zu errichten. " Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Hotel einen guten Markt in Osnabrück hat", bekräftigte Fip gestern noch einmal seine Einschätzung der Entwicklung der Übernachtungszahlen. Vor allem der Kongresssektor sei ausbaufähig.

Die Nähe der Stadthalle mache für das neue Hotel einen großen Reiz aus, so Streich, der gleichzeitig auf den Handlungsbedarf in dem in die Jahre gekommenen Bau hinwies: " In der Stadthalle muss etwas gemacht werden." Für Streich steht der Eingangsbereich ganz oben auf der Liste. Dieser Bereich könne zum Beispiel durch " kleine Shops" aufgewertet werden.

Beim Thema Tiefgarage schien gestern noch Unklarheit zu herrschen. Das Hotel braucht mehr Einstellplätze als die bislang vorhandenen. Wer diesen sicherlich nicht unerheblichen Teil der Baukosten übernimmt, steht noch nicht fest. Fip kündigte an, die Stadt sei hier im Stande, unter anderem mit der Osnabrücker Parkstätten Gesellschaft (OPG) " flexibel" auf die Bedürfnisse zu reagieren.

Wer wird Betreiber?

Steigenberger Remarque winkt ab

dk OSNABRÜCK. Dass jemand ein Hotel bauen will, ist schön. Wer aber wird den Baukörper mit Leben füllen? Diese Frage blieb gestern im Rathaus unbeantwortet. Bis Ende des Jahres solle ein Betreiber gefunden sein, so Wolfgang Streich von MBN.

Dabei zieht sich die Betreiberfrage wie ein roter Faden durch die Geschichte des Kongresshotels. Zunächst im Gespräch war die Dorint-Gruppe, die aber vor etwa drei Jahren - als das Unternehmen in schweres Fahrwasser geriet - von einem Engagement in Osnabrück Abstand nahm. In der Folgezeit wurde viel verhandelt und viel geredet - zum Teil vor, zum größten Teil hinter den Kulissen, aber immer ohne Erfolg. Weder die Holiday-Inn-Kette kam zum Zuge, noch der Einzelbewerber Elmar Schmilz, der in seinem Konzept eine Zusammenlegung von Hotel und Stadthalle in einer Betreiberhand vorsah.

Auch bei Steigenberger Remarque winkt man ab. Sowohl in der Steigenberger-Pressestelle als auch im Osnabrücker Haus, das zur Arkonagruppe gehört. Geschäftsführerin Ira Klusmann: " Es gibt derzeit keine Gespräche zu diesem Thema."

KOMMENTAR

Von Dietmar Kröger

Geschafft

Kurz vor Toresschluss hat OB Fip seine letzte Altlast - das DGB-Haus - noch vom Tisch geräumt. Glückwunsch. Aber das ist noch nicht alles. Ein Betreiber muss her. Wer macht' s? Seit Jahren findet sich niemand, der in das Wagnis einsteigen will. Rechnen muss es sich. Tiefgarage, Stadthallenanbindung und - renovierung - alles Dinge, die Geschmack ans Essen bringen könnten. Ein echter Appetithappen, der da offeriert wird. Mal sehen, wer zuschnappt. Geht MBN das finanzielle Risiko ohne einen Betreiber in der Hinterhand ein? Stünde jemand bereit, hätte Fip ihn nicht gerne gestern verkündet? Zwischen diesen Fragen bleibt viel Raum für Spekulationen.

d.kroeger@ neue-oz.de
Autor:
Dietmar Kröger


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