User Online: 1 | Timeout: 06:05Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Saugbagger ist ein Segen für die Bäume
Zwischenüberschrift:
Wenn Rohre repariert werden, bleiben die Wurzeln heile
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Saugbagger ist ein Segen für die Bäume

Wenn Rohre repariert werden, bleiben die Wurzeln heile

wte OSNABRÜCK. Wie repariert man unterirdisch verlaufende Rohre, ohne die Wurzeln umliegender Bäume zu beschädigen? Dieser Frage geht das Institut für unterirdische Infrastruktur (IKT) zusammen mit der Stadt Osnabrück und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) nach. Eine mögliche Antwort ist der Einsatz von Saugbaggern. Eine internationale Expertenrunde schaute sich jetzt in Atter an, wie so was funktioniert.

Unter dem Bürgersteig hat eine Baumwurzel ein Rohr verstopft. " Die Triebe verfangen sich auf der Suche nach Nährstoffen oft in Abwasserleitungen. Um mit einem normalen Bagger an die defekte Leitung ranzukommen, müssten wir das ganze Wurzelwerk vernichten", verdeutlicht Stefan Möckesch, Leiter des Bereichs Gas und Wasser bei den Stadtwerken Osnabrück, das Problem.

Nicht so mit dem Saugbagger: Unter lautem Getöse verschwindet die Erde im Inneren des Geräts. Übrig bleiben ein Loch - und die unbeschädigten Pflanzentriebe. Denn ein spezielles Lösungsmittel sorgt dafür, dass sich der Boden lockert und damit leichter abzusaugen ist. Das Rohr kann nun ersetzt oder repariert werden, ohne dass der Baum sterben muss.

Dem internationalen Expertengremium dient dieser Fall als Anschauungsunterricht. Denn ob in den Niederlanden, in England oder in Schweden - Probleme zwischen Rohren und Bäumen kennen alle Anwesenden.

Freilich: Auch in Osnabrück ist man noch in der Testphase. Auf der Knollstraße sollen weitere Experimente zeigen, wie man das Verfahren perfektionieren sowie das Verlegen von Rohren und das Anpflanzen von Bäumen in Einklang bringen kann. Schließlich wollen die Forscher das Regelwerk der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) entsprechend ändern, um so einen bundesweit einheitlichen Lösungsrahmen für das Problem zu schaffen.

Denn " gerade in den Zeiten von Feinstaub und Luftverschmutzung sind Bäume sehr wichtig - genauso wie eine reibungslose Wasserver- und - entsorgung", betont Klaus Schröder, verantwortlich für die städtischen Grünflächen und Friedhöfe, " beides sorgt für ein großes Stück Lebensqualität."

Tolle Idee: Die Erde wird einfach abgesaugt. Rohre können repariert werden, ohne dass Baumwurzeln stark beschädigt werden. Experten schauten der Demonstration mit dem Saugbagger in Atter zu.
Foto: Klaus Lindemann
Autor:
wte


Anfang der Liste Ende der Liste