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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Auf Tuchfühlung mit Flöhen
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Im Museum am Schölerberg eröffnet eine neue Ausstellung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Auf Tuchfühlung mit Flöhen

Im Museum am Schölerberg eröffnet eine neue Ausstellung

hl OSNABRÜCK.
" Parasiten - leben und leben lassen" schon der Titel der Ausstellung, die am morgigen Sonntag um elf Uhr im Museum am Schölerberg eröffnet wird, lässt so manchen erschauern. Zu sehen sind lebendige Flöhe, die in ihrer - glücklicherweise verschlossenen - Petrischale herumhüpfen, daneben liegen voll gesogene Zecken mit ihren dicken Bäuchen faul herum.

" Manch einer mag diese Kreaturen zwar von seinem Haustier kennen, wir wollen den Besuchern aber einen etwas anderen Blickwinkel verschaffen", kündigt Diplom-Biologe Norbert Niedernostheide an. Demgemäß bietet die Ausstellung nicht nur lebendiges Anschauungsmaterial, sondern auch extrem vergrößerte Bilder - mit einem Einblick für die Besucher, wie ihn sonst nur Biologen unter dem Mikroskop zu sehen bekommen.

Besonders für Schulklassen sei die detaillierte Darstellung darum besonders geeignet, um die Organismen in so vielfältigen Facetten zu sehen, die ein Lehrbuch gar nicht bieten könne, so Niedernostheide.

Zart besaiteten Personen kann schon mal der ein oder andere Schauer über den Rücken laufen, wenn sie in einer Momentaufnahme zusehen können, wie sich ein Blutegel durch die menschliche Haut bohrt. " Es findet ein ständiger Kampf zwischen dem Parasiten und seinem Wirt statt", erläutert Dr. Dietmar Grote vom Museum am Schölerberg. " Diese Wechselbeziehung insbesondere in Bezug auf die Menschen ist der Schwerpunkt der Ausstellung."

Aus diesem Grund wird in der Ausstellung auch auf diverse Krankheiten hingewiesen, die durch Parasitenbefall entstehen oder übertragen werden können. Die bekannteste unter ihnen ist wohl das Malariafieber. Die lebendigen Exponate wie Flöhe oder Bettwanzen werden im Übrigen nicht von den Mitarbeitern des Museums gefüttert.

Niedernostheide erklärt: " Uns werden die schon gesättigten Tiere von der , Bayer AG' gesponsert. Außerdem kommen die Tierchen Monate ohne Nahrung aus."

Die Ausstellung wurde vom Humboldt-Museum in Berlin in Zusammenarbeit mit der dortigen Universität konzipiert und umgesetzt und ist noch bis zum 25. Februar 2007 hier in Osnabrück zu sehen. Im Rahmenprogramm finden außerdem noch Fachvorträge zu Schädlings- und Parasitenbefall sowie zu durch Parasiten verursachte Krankheiten statt.

Grußworte zur Ausstellungseröffnung am morgigen Sonntag um 11 Uhr sprechen neben Museumsdirektor Dr. Dietmar Grote auch Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler sowie Dr. Ferdinand Damaschun, stellvertretender Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin. Dr. Brigitte Bannert vom Berliner Museum für Naturkunde führt in die Ausstellung ein, und Professor Dr. Richard Lucius, Experte für molekulare Parasitologie an der Hurnboldt-Universität zu Berlin, hält zur Eröffnung den Vortrag " Parasiten und Parasitismus".

" Parasiten - leben und leben lassen":

Museum am Schölerberg - Natur und Umwelt. Öffnungszeiten: dienstags 9 bis 20 Uhr, mittwochs bis freitags 9 bis 18 Uhr, samstags 14 bis 18 Uhr, sonntags 10 bis 18 Uhr.

Oberlebensgroß sind die Darstellungen der Parasiten in der Ausstellung, die am Sonntag eröffnet wird.
Fotos: Michael Hehmann

Die Ausstellungsmacher Dr. Dietmar Grote und Norbert Niedernostheide (von links).

Bettwanzen werden auch " Tapetenflundern" genannt. Diese Tiere sind in stadtischen Wohnungen nicht selten anzutreffen.

Parasiten sind Mitesser, also Lebewesen, die sich auf Kosten eines anderen ernähren. Wie die Filzläuse.
Autor:
hl


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