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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Narben des Krieges sichtbar
Zwischenüberschrift:
Das Rathaus und St. Marien
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Narben des Krieges sichtbar

Das Rathaus und St. Marien

Das Rathausdach war schon saniert, als dieses Foto Anfang der 1950er Jahre entstand. Fotografiert hat es Horst Heinemann, der uns das Bild zur Verfügung stellte.

Der Wiederauf bau von St. Marien zog sich nach dem Krieg in die Länge. Foto: Michael Hehmann

Von Marie-Luise Braun

OSNABRÜCK. Unterschiedliche Perspektiven zeigen die Bilder unserer heutigen Zeitreise. Horst Heinemann stieg Anfang der 1950er Jahre auf Trümmer, um die Situation am Rathaus festzuhalten. Das aktuelle Foto entstand beim Blick aus einem Fenster des Hotels Walhalla an der Kleinen Gildewart.

Zeitreise

Deutlich wird der Unterschied vor allem durch das Steinwerk. Das verputzte Gebäude ist auf dem heutigen Bild rechts vorne zu erkennen. Bei gleicher Perspektive müsste es auch auf der älteren Aufnahme zu sehen sein, denn es war im Krieg nicht zerstört worden.

Stark zerstört wurde hingegen die St.-Marien-Kirche am 13. September 1944. Ihr Türm ragt ohne Dach links neben dem Rathaus in den Himmel. Bereits im April 1945 begann die Planung für den Wiederaufbau des Gotteshauses, dessen Urbau im 11. Jahrhundert entstanden sein soll.

Zug um Zug kam die Restaurierung nach dem 2. Weltkrieg jedoch zum Stillstand. Zunächst waren keine Steinmetzen zu finden, die die Fenster in Stand setzen konnten. Dann scheiterte der Einbau von Massivdecken, da das dafür notwendige Eisen nicht rechtzeitig bewilligt worden war.

Ab 1948 ging es Schritt für Schritt voran, und am 11. September 1949 wurde St. Marien eingeweiht. Damit war der Wiederaufbau aber noch nicht vollendet. Im Mai 1951 erklang eine neue Orgel, und am 30. März titelte die " Osnabrücker Tagespost": " Von St. Marien läuten wieder die Glocken." Der Turmhelm wurde schließlich im September 1958 auf die Kirche gesetzt und ein paar Tage später mit einem 6, 5 Zentner schweren Kreuz verziert.

Völlig ausgebrannt war das Rathaus im Krieg. Einige der dort aufbewahrten Kostbarkeiten, wie der Ratsschatz, der Kronleuchter aus dem Friedenssaal und das Goldene Buch der Stadt vom Beginn des 20. Jahrhunderts waren im Krieg ausgelagert worden, so dass sie erhalten blieben.
Das Gebäude selbst wurde komplett wieder aufgebaut. Als ein besonderes Symbol gilt dabei die Errichtung des Daches, das nach dem Krieg zügig rekonstruiert wurde und den Osnabrückern zeigen sollte, dass es wieder aufwärts geht.

Das Rathausdach war schon saniert, als dieses Foto Anfang der 1950er Jahre entstand. Fotografiert hat es Horst Heinemann, der uns das Bild zur Verfügung stellte.

Der Wiederauf bau von St. Marien zog sich nach dem Krieg in die Länge. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Marie-Luise Braun


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