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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Für Schneewittchen kam jede Hilfe zu spät
Zwischenüberschrift:
An der Trotzenburg sprang ein Hund über den Weidezaun und fiel über die Schafe her
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Für Schneewittchen kam jede Hilfe zu spät

An der Trotzenburg sprang ein Hund über den Weidezaun und fiel über die Schafe her

mgr OSNABRÜCK.
Verängstigt und schwach schmiegt die kleine Heidschnucke Lukas ihren Kopf an Birgit Dohmanns Schulter. Im Gegensatz zu Heidschnucke Schneewittchen, Überlebte das Schaf den Angriff eines Hundes. Doch es wurde schwer verletzt, und noch ist fraglich, ob es durchkommen wird.

Erst vor kurzem hat Birgit Dohmann eine Weide an der Trotzenburg gepachtet, ganz in der Nähe des Klinikums. Um das Gras kurz zu halten, schaffte sie sich zusätzlich zu ihren zwei Ponys und einem Pferd drei kleine Heidschnucken an. " Die Schafe wurden erst in diesem Jahr geboren und von ihren Müttern verstoßen", erzählt Birgit Dohmann. Die Vorbesitzerin zog die Lämmer liebevoll groß und gab sie wegen ihrer Zutraulichkeit vor etwa vier Wochen an Birgit Dohmann ab. " Ich wollte gerne zahme Schafe, damit ich sie auf dieser großen Wiese auch einfangen kann", erklärt sie. Um den Tieren die größtmögliche Sicherheit zu bieten, umzäunte sie die 9000 qm große Fläche aufwendig mit einem 1, 20 m hohen Zaun.

Leider reichte der nicht aus. Ein Hund übersprang den Zaun in der Nacht von Donnerstag auf Freitag und riss zwei der drei Heidschnucken. Birgit Dohmann, die nur wenige Meter entfernt schlief, bekam von dem Angriff nichts mit. " Als ich am nächsten Tag zum Füttern auf die Wiese ging, wunderte ich mich, dass die Ponys so aufgeregt galoppierten", erzählt sie traurig. Überall haben Wollfetzen gelegen. Für das Schaf Schneewittchen kam jede Hilfe zu spät. " Der Tierarzt sagte, dass der Hund mindestens 20 Kilogramm gewogen haben muss und definitiv allein war, ansonsten hätte keines meiner Schafe überlebt", berichtet Birgit Dohmann. Während Heidschnucke Schneeflocke unverletzt blieb, kämpft Lukas derzeit um sein Leben. Laut Tierarzt hat er lediglich eine Chance von 50 Prozent, zu überleben.

Für Birgit Dohmann war die Attacke des Hundes ein Schock. " Genau davor hatte ich immer Angst, und gestern habe ich den ganzen Tag nur geweint", erzählt sie. Doch sie glaubt nicht an eine mutwillige Aktion. " Ich könnte mir vorstellen, dass jemand seinen Hund noch mal schnell vor dieTür geschickt hat, weil er keine Lust hatte, mit dem Tier hinauszugehen", vermutet sie. Wem der Hund gehört, weiß Birgit Dohmann nicht, doch sie appelliert an alle Hundebesitzer, ihre Verantwortung gegenüber ihrem eigenen und anderen Tieren ernst zu nehmen, damit so etwas nicht wieder geschieht.

Schwerer Angriff: Besitzerin Birgit Dohmann ist besorgt, dass Heidschnucke Lukas die Attacke des Hundes nicht überleben könnte.
Foto: Jörn Martens
Autor:
mgr


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