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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Der "Fuchsbau" aus dem Mittelalter wird saniert
Zwischenüberschrift:
Planungen für Kapitelhaus von St. Johann präsentiert
Artikel:
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Originaltext:
Der " Fuchsbau" aus dem Mittelalter wird saniert

Planungen für Kapitelhaus von St. Johann präsentiert

Osnabrück mlb
Als " Treppensalat" und als " Fuchsbau" bezeichnet der Architekt Peter Wörmann das Innere des Kapitelhauses der Sankt-Johannis-Kirche. Doch der Zustand soll sich ändern: Das im 13. Jahrhundert erbaute Gebäude soll im nächsten Jahr grundlegend renoviert werden. Die kalkulierten Kosten: 1, 36 Millionen Euro.

Beim Besuch des Hauses herrscht bald Verwirrung. Selbst der Architekt rätselt, in welcher Etage er gerade ist: " Insgesamt müssen es fünf sein", meint er. Doch es gibt noch drei Zwischengeschosse, die durch verschiedene Treppen zugänglich sind. Und es gibt keinen Aufzug.
" Das Haus ist nicht behindertengerecht", weiß Dechant Dr. Hermann Wieh.
Als Lösung will Wörmann ein zentrales Treppenhaus einbauen, in dessen Mitte ein Fahrstuhl die Etagen verbindet und auch für Ältere und Behinderte problemlos zuganglich macht. Bisher müssen Rollstuhlfahrer selbst in das Erdgeschoss getragen werden. Zudem wird eine Behindertentoilette ergänzt, die auch von der benachbarten Kirche aus leicht zu erreichen ist.

Insgesamt erhält das Gebäude durch Umstrukturierung mehr Klarheit. Von außen sichtbar wird vor allem die Öffnung des seit einigen Jahren zugebauten Traufganges sein. Der vormals offene Gang, der der Entwässerung diente, wurde vor einiger Zeit mit Toiletten und anderen Versorgungseinrichtungen zugebaut, die Bruchsteinwände verputzt.

Peter Wörmann will das Dach und die Front des Traufganges mit Glas verkleiden. Hier entsteht ein zweiter Zugang ins Haus. Der Putz wird abgeschlagen, so dass die alten Wände wieder zu sehen sind. Zu sehen werden auch die Außenwände verschiedener Räume sein, die in den Traufgang hineinragen: Wie Kästen sind dann Teile der Toiletten und des Vorbereitungsraums für die Sakristei sichtbar. Sie ragen dann 1, 50 Meter in den 1, 80 Meter breiten Traufgang hinein.

Auch die Räume für die Gemeinde, das Jugendcafe und für die Mitarbeiter werden überholt. Gleiches gilt für den Spitzboden, der aus feuerrechtlichen Gründen derzeit nicht genutzt werden kann. Erneuert werden auch die Fenster und ein Teil des Daches.

Der Umbau soll im Frühjahr beginnen und 14 Monate dauern. Die Planungen sind abgeschlossen, die Unterlagen liegen zur Genehmigung bei der Baubehörde. Die Finanzierung ist jedoch noch zu klären. Hier stehen Zusagen vom Jugendhilfeausschuss, von der Klosterkammer und von der Stiftung Leben aus.

Während des Baus geht die Gemeindearbeit weiter. " Wir weichen dann zur Caritas, in die ehemalige Katholische Fachhochschule, das Kinderheim und das Krankenhaus aus", erläutert Hermann Wieh.

MEHR KLARHEIT im Inneren: Ein neues Treppenhaus soll das Kapitelhaus erschließen.

SO SOLL ES AUSSEHEN: Architekt Peter Wörmann (links) zeigte Dechant Dr. Hermann Wieh (Mitte) und Gemeindevertretern ein Modell des umgebauten Kapitelhauses. Foto: Jörn Martens
Autor:
mlb


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