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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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"Das wäre dann das Ende für den Ossensamstag"
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Narren gegen Umzug am Sonntag
Artikel:
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Originaltext:
" Das wäre dann das Ende für den Ossensamstag"

Narren gegen Umzug am Sonntag

Osnabrück (d.)
Heute in 24 Tagen ist es wieder so weit: Am 5. Februar ziehen die Jecken am Ossensamstag durch die Stadt. Doch dass das viel zitierte Narrenschiff schon unterwegs ist, die Karnevalszeit bereits auf vollen Touren läuft, davon ist noch nicht viel zu spüren. Zumal die Diskussion über den Zeitpunkt des beliebten Umzuges und die Kosten der Müllbeseitigung wieder neu aufgeflammt ist.

Beim Neujahrsempfang des Osnabrücker City Marketing (OCM) hatte Kaufmann Dieter Rauschen das altes Thema erneut zur Sprache gebracht: Die Einzelhändler " arbeiteten" nach wie vor daran, aus dem Ossensamstag einen Ossensonntag zu machen. Denn wen hunderttausend Narren die Innenstadt bevölkern, stört dies die Geschäfte, viele schließen ganz an diesem Tag. 2004 traf dies die Kaufleute besonders: Ossensamstag und NPD-Demo und Gegendemo an zwei aufeinander folgenden Wochenenden beutelten die Händler arg.

Peter Krasemann, Präsident des Bürgerausschuss Osnabrücker Karneval (BOK), zur Ossensonntag-Debatte und zum Thema Müllgebühren: " Dann wäre der Ossensamstag tot."

Dass Rauschen das Thema erneut zur Sprache gebracht hat, verwundert den Karnevalisten: " Wir haben mit den Kaufleuten an einem Tisch gesessen, und die haben unsere Entscheidung, nicht zu verschieben, akzeptiert." Seine Gegenargumente zur Verschiebung auf einen Sonntag: zum einen Rücksicht auf die Kirche. Auch der Bischof habe sich gegen einen Umzug am Sonntagmorgen ausgesprochen. Also könnte der Umzug erst am Nachmittag starten, doch da findet auch der Braunschweiger Umzug statt. " Der NDR würde dann nicht mehr aus Osnabrück live übertragen." Weitere Vorteile des Samstags: Die Narren könnten ausgelassen feiern und Sonntag ausschlafen, die Karnevalsgesellschaften hätten Zeit, bis Montag die Hallen für die Festwagen freizuräumen. " Am Sonntag kämen auch nicht hunderttausend in die Stadt", ist sich der BOK-Präsident sicher. Allein das wäre schon ein Image-Verlust für Osnabrück.

Auch die Übernahme der Müllbeseitigung wäre der Tod des Osnabrücker Narrenumzuges. " 21 Gesellschaften machen mit, jede hat schon einen Aufwand von 2000 bis 4000 Euro. Mehr zahlen können wir nicht."

Vor Jahren hätte es auch die Stadt abgelehnt, den Ossensamstag zu vermarkten, um Einnahmen zu erzielen. Krasemann: " In Braunschweig gibt es Bier- und Würstchenstände, die haben Einnahmen durch den Zug. Das dürfen wir aber nicht. Außerdem müssten das Profis organisieren."

Was passiert, wenn die Stadt die " Giftliste" umsetzt und 2006 oder 2007 die Kosten der Reinigung nach dem Umzug von den Karnevalisten verlangt? Angedroht habe sie das schon. " Das ist dann das Ende."

IN GUT DREI WOCHEN sind die Narren wieder los: Am 5. Februar ist Ossensamstag. Bislang haben sich weniger Gesellschaften zum Mitmachen angemeldet als in früheren Jahren, doch die Karnevalisten sind optimistisch. Foto: Michael Hehmann (Archiv)
Autor:
d.


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