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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Vom Steinbrecherwerk zu einem Betriebswerk für den Oldie-Express
Zwischenüberschrift:
Dampflokfreunde wollen alten Industriebau am Piesberg umfunktionieren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Vom Steinbrecherwerk zu einem Betriebswerk für den Oldie-Express

Dampflokfreunde wollen alten Industriebau am Piesberg umfunktionieren

ES GIBT JEDE MENGE ZU TUN: Zuerst soll das alte Steinbrecherwerk äußerlich so auf Vordermann gebracht werden, dass es nicht mehr mutwillig beschädigt wird.
Fotos: Michael Hehmann

DIESE TORE öffnen sich bald für historische Züge.

URLAUB? Kaum. Albert Merseburger (li.) und Ortsbürgermeister Josef Thöle spucken in die Hände.

Osnabrück (swa)
Die Osnabrücker Dampflokfreunde (ODF) wollen die alte Steinbrecheranlage am Piesberg zu einer Werkstatt mit Lokschuppen umbauen. Die Steinindustrie, Besitzer des stillgelegten Gebäudes, hat es schon gestattet. Aber um richtig loslegen zu können, müssten sich Stadt und Land noch über einen Eigentümerwechsel verständigen.

Wenn geklärt ist, zu welchen Bedingungen die Stadt das Gelände übernehmen kann, könnte mit den Dampflokfreunden ein langfristiger Vertrag über die Gebäudenutzung geschlossen werden. Damit, so Pyes Ortsbürgermeister Josef Thöle, wäre ein weiterer wichtiger Mosaikstein in der Industriekulturlandschaft Piesberg gesetzt. " Die Dampflokfreunde sind seit 1987 aktiv und haben alles, was sie bisher geschaffen haben, aus eigener Kraft auf die Beine gestellt." Er traue den Eisenbahn-Enthusiasten deshalb auch zu, das alte Brecherwerk mit eigener Leistung zu erhalten und sinnvoll zu nutzen.

Bau soll nicht wie eine Ruine wirken

Albert Merseburger, Vorsitzender der Dampflokfreunde, hat die ersten Schritte schon geplant, nach denen das alte Brecherwerk in ein Eisenbahnbetriebswerk für die Osnabrücker Dampflokfreunde umfunktioniert werden könnte. Im oberen Teil des alten Gebäudes, in dem bis vor gut einem Jahr die Steine aus dem Piesberg gewaschen, zerkleinert und nach Größe sortiert wurden, sollen Werkstatt und Lageraum entstehen. Das Gebäude ist zum Teil ausgeschlachtet. Zwei Kräne, die die Dampflokfreunde gut gebrauchen können, sind aber noch drin und sollen auch vom Verein übernommen werden.
Wichtig sei, dass möglichst schnell der Eindruck verschwinde, es handele sich um ein herrenloses Gebäude, meint Merseburger. Deshalb beginnen er und seine Aktiven kurzfristig damit, zerstörte Fensterscheiben zu ersetzen und Löcher in der Außenwand zu schließen. Aber vor dieser Aufgabe machen sich die Eisenbahnenthusiasten nicht bange. " Wir sind es gewohnt, dass die Sachen, die wir kriegen, nie in einwandfreiem Zustand sind."

Trockenes Plätzchen für Donnerbüchsen

Eine große Aufgabe besteht weiter darin, die Eisenbahngleise im unteren Teil des in den Hang gebauten Industriegebäudes zu reparieren. Derzeit führt ein Gleis vom Zechenbahnhof in das Haus. Relativ kurzfristig könnte dieses eine Gleis wieder befahrbar gemacht werden, so dass die Dampflokfreunde ein etwa 50 Meter langes überdachtes Abstellgleis haben. Gerade für die mühevoll restaurierten " Donnerbüchsen", historisehe Personenwaggons aus den 20er bis 40er Jahren sowie die Diesellok-Rarität der Baureihe V 65 bietet die ehemalige Abfüllanlage fast idealen Schutz vor Regen und Schnee.

Etwas aufwändiger wird die Wiederherstellung der übrigen drei Gleise im Untergeschoss der alten Brecheranlage. Merseburger sieht da noch erhebliche Erd- und Gleisbauarbeiten auf seine Mannen zukommen. Einen gebrauchten Radlader haben sie dafür schon angeschafft. Danach aber stünde ihnen ein Lokschuppen mit 400 Metern Abstellgleis zur Verfügung. Darin könnte der gesamte wertvolle Fuhrpark des Vereins abgestellt werden. Albert Merseburger: " Wir sind bereit, viel Arbeit und auch Geld in das Projekt zu investieren. Aber wir brauchen Planungssicherheit."

ES GIBT JEDE MENGE ZU TUN: Zuerst soll das alte Steinbrecherwerk äußerlich so auf Vordermann gebracht werden, dass es nicht mehr mutwillig beschädigt wird.
Fotos: Michael Hehmann

DIESE TORE öffnen sich bald für historische Züge.

URLAUB? Kaum. Albert Merseburger (li.) und Ortsbürgermeister Josef Thöle spucken in die Hände.
Autor:
swa


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