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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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In Osnabrück sollte keiner auf dem Trockenen sitzen
Zwischenüberschrift:
Jugendstil als Kuriosum: Der Eingang des Düstruper Wasserwerks erinnert unwillkürlich an das Stadttheater
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
In Osnabrück sollte keiner auf dem Trockenen sitzen

Jugendstil als Kuriosum: Der Eingang des Düstruper Wasserwerks erinnert unwillkürlich an das Stadttheater

Voxtrup (kgre)
Knapp hundert Jahre ist es her, dass die Stadtväter ein Problem wälzten, das heute kaum noch Thema ist - die Wasserversorgung. Damit die Osnabrücker nicht auf dem Trockenen sitzen mussten, begann im Jahre 1905 die Erschließung neuer Quellen. Drei Jahre später sprudelte es schon im Wasserwerk Düstrup und damit in den heimischen Haushalten.

17 Jahre nach dem Bau des ersten Wasserwerks der Stadt, dem heute zum Studentenwohnheim umgebauten Gebäude im Stadtteil Schinkel, ging das Wasserwerk Düstrup ans Netz. Das feuchte Nass fand dankbare Abnehmer, schließlich nahm der Pro-Kopf-Verbrauch der Menschen nach der Jahrhundertwende zu, und auch die Industriebetriebe forderten mehr Wasser ein. Während Osnabrücks erstes Wasserwerk heute nur noch eingeschränkten Dienst tut, laufen die Pumpen im Düstruper Werk weiterhin. Wie schon damals befördern sie das Wasser in einen der Wasserbehälter auf dem Schölerberg (125 Meter über dem Meeresspiegel gelegen), von wo es bergab ins Stadtgebiet fließen kann.

Wie bei vielen anderen Gebäuden aus jenen Jahren spiegelt die Architektur die bedeutsame Funktion des Baues wider. Der hohe Stellenwert von hygienisch einwandfreiem Wasser in den Haushalten lässt sich aus heutiger Sicht nur erahnen, in der Außengestaltung des Wasserwerks ist er baulich festgehalten. Geometrisch geschnittene Hecken und Sträucher sollten einem barocken Garten ähneln.

Das Hauptgebäude, das unter Leitung des damaligen StadtbauratesFriedrich Lehmann errichtet wurde, gehört zu den wenigen Jugendstilbauten in Osnabrück, Da mag es kurios wirken, dass das Eingangsportal dieses Wasserwerks dem Haupteingang des Theatersähnelt. Die Mauern sind aus verputzten Ziegeln und weiß gestrichen.

Verspielter wirkt das achteckige Brunnenhaus, das mit seiner historisierenden Bauart eher an ein Gartenhaus oder eine Kapelle erinnert.

Während dieses Schmuckstück Anfang des 20. Jahrhunderts noch fast allein auf weiter Flur stand - schließlich war es eines der ersten Bauten in der Gemarkung um Osnabrück -, hat sich im Laufe von 100 Jahren der Stadtteil Voxtrup dem Wasserwerk weiter angenähert.

DIE PUMPEN LAUFEN weite rauf Hochtouren im Düstruper Wasserwerk (links). Verspielt wirkt das achteckige Brunnenhaus (rechts).
Fotos: Klaus Lindemann
Autor:
kgre


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