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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Probleme? Da muss ich erst mal nachdenken"
Zwischenüberschrift:
Wer einmal in der Wüste lebt, bleibt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Probleme? Da muss ich erst mal nachdenken"

Wer einmal in der Wüste lebt, bleibt

Wüste (d./ dh)
Sogar das Wort " paradiesisch" fiel gestern in der temperaturmäßig kalten Wüste, als die Rollende Redaktion unterwegs war und wissen wollte, wie es sich denn in diesem Stadtteil lebt. Probleme? Da mussten viele erst mal lange nachdenken, die zum Edeka-aktiv-Markt Möllenkamp an die Rehmstraße gekommen waren.

Besonders hervorgehoben wurde immer wieder die gute Nachbarschaft, der Fünf-Minuten-Weg ins Grüne und die - dank guter Busanbindung - schnelle Fahrt ins Stadtzentrum. Wer einmal in die Wüste gezogen ist, so scheint es, bleibt ein Leben lang. " Die Wohnqualität ist prima, und zum Thema Verbesserung fällt mir nichts ein", sagte nicht nur Hildegard Kronisch.

Hier in Auszügen weitere Leserstimmen aus dem Stadtteil Wüste:

Doris Raschke: " Hier wohnen nette Leute, man grüßt sich noch, und ich habe das Gefühl, wenn ich mit dem Kinderwagen unterwegs bin, wird mir hier, im Gegensatz zur Innenstadt, immer die Tür aufgehalten."
Rita Lüthje: " Ich bin sehr zufrieden. Sogar die Mitarbeiter im Supermarkt helfen den älteren Leuten. Nur Briefkästen fehlen, und das Parken in der zweiten Reihe nimmt immer mehr zu."
Hermann Aap: " Die Steine auf den Bürgersteigen sind vielfach, gerade nach Straßenbauarbeiten, uneben. Das sind Stolperfallen für uns ältere Leute."
Herbert Krüger: " Trotz vieler Tempo-30-Zonen fahren die Autofahrer hier viel zu schnell, nicht einmal im Bereich des Altenheimes nehmen sie Rücksicht. Ansonsten ist in der Wüste alles paradiesisch und herrlich."
Marlene Schmidt: " Wir haben hier alles, was wir zum Leben brauchen."
Marianne Rennemann: " Die Sache mit den Altlasten ist ein Witz. Erst ist der Boden verseucht, dann soll es nicht mehr so gefährlich sein. Wann und wie die Grundstücke saniert werden, erfahren wir nicht. Und vor allem: Welchen Boden bekommen wir dann?"
Hans-Dieter Dittmer: " Ich wohne seit über 60 Jahren in der Wüstenstraße habe die schlimmsten Bombenangriffe noch miterlebt. Hätte es mir hier nicht gefallen, dann wäre ich doch weggezogen. Mir gefällt die ruhige Lage und das grüne Umfeld.
Irmgard Dopatka: " Ich habe schon seit Jahren etwas auf dem Herzen: 1996 stellte ich die erste Anfrage beim Bauamt, wann denn endlich die Vogelerstraße ausgebaut werde. Man kann kaum vor die Tür, denn Pfützen im Herbst und Eisflächen im Winter machen die Vogelerstraße zum gefährlichen Pflaster. Ansonsten hat die Wüste eine sehr gute Wohnqualität."
Helmut Hertel: " Ich finde es gut, dass man in zehn Minuten in der Innenstadt oder auch im Hörner Bruch sein kann. Ich hoffe aber auch, dass nicht noch mehr Autos in die Wüste kommen."
Jan Kampmeier: " Ich bin erst zu diesem Semester von Hildesheim nach Osnabrück gezogen und sehr zufrieden mit der Wüste. Der erste Eindruck ist sehr positiv. Die Busse fahren zwar sehr selten, aber die Uni ist ja ganz in der Nähe."
Hertha Grube: " Die Nahversorgung hier ist besonders gut für ältere Menschen."
Hugo Garthaus: " Ich habe seit 30 Jahren einen Schrebergarten in der Wüste und eine Zweitwohnung in der Schreberstraße, das sagt doch aljes, oder?"
Jo Voß: " Ich habe mich sehr darüber geärgert, dass zwei Monate lang nachts der Pappelsee abgepumpt worden ist. Von ruhigem Schlaf war da keine Rede, aber was noch viel schlimmer ist: Uns hat keiner über diese Maßnahme informiert. Zudem finde ich die Busverbindungen gerade in den Morgenstunden für Schüler, die in die Innenstadt zur Schule müssen, sehr ungünstig."
Christa Finke: " In der Kiwittstraße parken die Autos und der Lieferverkehr ständig in der zweiten Reihe. Manchmal kommt keiner mehr durch. Was passiert, wenn mal ein Krankenwagen passieren muss? Außerdem ist das Thema Altlasten für mich unverständlich. Wieso war unser Boden Vorjahren noch giftig und heute mit den gleichen Werten verträglich?"
Heide Roggatz: " Mich stören die Müllablagerungen am Studentenwohnheim an der Schreberstraße. Manchmal liegt der Sperrmüll und diverser anderer Unrat wochenlang vor den Gebäuden."
Monika Lunemann: " Die Raserei auf der Hiärm-Grupe-Straße nimmt trotz Tempo-30-Zone zu. Zudem nutzen zahlreiche Lkws trotz Verbots die Straße. Außerdem finde ich, dass bei der Spielplatzgestaltung nicht ausreichend an die Bedürfnisse der Eltern und Kinder gedacht wurde."
Julia Kätker: " Die Busse zur Grundschule halten vorm Gymnasium, und die Kleinen müssen 200 Meter weit laufen. Ist das zu ändern? Die Busse sind auch so überfüllt, dass die Kinder stehen müssen und sich nicht richtig festhalten können."

WER IST TILL? fragte Else Beß (rechts), als die Rollende Redaktion in der Wüste unterwegs war. " Alle Kolleginnen und Kollegen in der Lokalredaktion", erfuhr sie von unserer Redakteurin Beate Dammermann.
Fotos: Gert Westdörp

KEIN FUSSWEG an der Vogelerstraße und hoch stehende Kantensteine als Stolperfallen waren Kritikpunkte.

OB AM PAPPELSEE (Foto), in den Kleingärten oder Richtung Hörner Bruch: Die Wüstenbewohner schätzen das viele Grün
Autor:
d., dh


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