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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Das Herbstlaub und die lärmenden Maschinen
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Kritik am Einsatz der Geräte - Stadt: Keine andere Wahl
Artikel:
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Originaltext:
Das Herbstlaub und die lärmenden Maschinen

Kritik am Einsatz der Geräte - Stadt: Keine andere Wahl

Osnabrück (jan)
Erst ist es schön anzuschauen, doch ziemlich schnell wird es lästig: Die Gärtner der Stadt haben derzeit alle Hände voll damit zu tun, das Herbstlauf von Straßen und öffentlichen Grünflächen zu beseitigen. Dabei bedienen sie sich auch technischer Geräte, und das stößt bei vielen Anwohnern nicht gerade auf Gegenliebe.

Heinrich Rembert, der in der Dodesheide wohnt, hat auch in diesem Jahr wieder die Stadt mit einem Brief aufgefordert, auf Laubsauger und Blasgeräte zu verzichten.

Der engagierte Bürger macht sich dabei die Argumentation des Urnweltbundesamtes zu Eigen. Seit einigen Jahren weist die Behörde in Berlin darauf hin, dass die Geräte die Natur schädigen, laut sind, unnütz Energie verbrauchen und stinkende Abgase ausstoßen.

Die Stadt habe keine andere Wahl, als die Laubsauger und Blasgeräte einzusetzen, erklärt Detlef Gerdts, Leiter des Fachhereichs Grün und Umwelt: " Wenn wir hundert Leute mehr hätten, könnten wir die Blätter mit der Hand zusammenharken." Mit Maschinen gehe es deutlich schneller, immerhin seien in Osnabrück 500 Hektar öffentliche Flächen zu bearbeiten. Die Stadt überlege, nach Umsetzung der " Hartz-IV-Reformen" Arbeitslose für die Grünflächenpflege einzusetzen.

Wenn Laubsauger oder Blasgeräte ersetzt werden müssen, wird die Stadt nach Auskunft von. Detlef Gerdts besonders lärmgedämmte Maschinen anschaffen. Die Blätter werden für die Verwendung in Grünanlagen kompostiert. Zum Teil werden sie zwischen die Sträucher gepustet und bleiben dort liegen.

SAUGEN GEHT SCHNELLER ALS HARKEN UND SCHAUFELN: Die Gärtner der Stadt bedienen sich technischer Geräte, um die Blättertlut zu beseitigen.
Foto: Gert Westdörp

Umwelttipp

Herbstlaub als Platz für Igel und Insekten

Umweltschutzer appellieren an Gartenbesitzer, auf Maschinen zur Laubbeseitigung zu verzichten. Das ökologische Gleichgewicht der Böden wird durch die Vernichtung von Organismen empfindlich gestört. Blätter sind kein Abfall und können auf den Beeten ruhig liegen. In einem Laubhaufen, in einer ungestörten Ecke zusammengefegt, finden Igel ideale Überwinterungsplätze, kann die Erdkröte Quartier beziehen und finden Rotkehlchen oder Zaunkönige eine Möglichkeit, ihre Nester zu bauen. Als Mulchschicht unter der Gartenhecke, den Ziersträuchern oder in den Blumenrabatten können die Blätter gute Dienste leisten, indem sie Kleinstlebewesen (vor allem Insekten und Spinnen) einen Lebensraum bieten und für ein ausgeglichenes Bodenklima sorgen. Einübertrieben aufgeräumter Garten ist schlechter gegen Austrocknung und Extremtemperaturen geschützt. Die Neubildung von Humus auf den Böden nimmt ab.
Autor:
jan


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