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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Dicke Luft: Im nächsten Jahr Fahrverbote?
Zwischenüberschrift:
Feinstaub Thema im Landtag
Artikel:
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Originaltext:
Dicke Luft: Im nächsten Jahr Fahrverbote?

Feinstaub Thema im Landtag

Osnabrück hin
Die hohen Feinstaub-Werte in Osnabrück werden " frühestens Anfang 2007" Konsequenzen wie Fahrverbote oder Straßensperren haben. Das geht aus einer Antwort des niedersächsischen Umweltministeriums auf eine kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Dorothea Steiner (Grüne) hervor.

Die Messungen in der Station am Schlosswall zwischen August und Dezember 2005 deuteten auf eine " mögliche Überschreitung" der zulässigen Grenzwerte in diesem Jahr hin, heißt es in der Antwort. Die Gespräche zur Aufstellung eines Luftreinhalte- und Aktionsplanes würden mit der Stadt Osnabrück voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte intensiver fortgesetzt.

Dorothea Steiner ist das zu spät. Es sei nicht hinzunehmen, " dass erst bis Ende 2006 abgewartet wird, um das zu bestätigen, was jetzt schon auf der Hand liegt". Ein Luftreinhalteplan müsse schon aufgestellt werden, wenn eine Überschreitung drohe. Deshalb müssten die Gespräche mit der Stadt jetzt geführt werden. Steiner weiter: " Die Tatsache, dass es im Januar 2006 schon sieben Überschreitungstage gibt, gebietet es im Interesse der Bürger, einen Aktionsplan nicht auf die lange Bank zu schieben.

Seit Januar 2005 gilt laut einer EU-Richtlinie der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft. Wenn dieser Wert an mehr als 35 Tagen im Jahr überschritten wird, muss das Land einen Luftreinhalte- und Aktionsplan erarbeiten. Das kann mit Fahrverboten oder Straßensperrungen verbunden sein. Dem Aktionsplan wird eine Modellrechnung zu Grunde gelegt, die noch entwickelt werden muss. Dafür sei noch kein Geld bewilligt, so Dorothea Steiner. Ziel ist es, eine Formel aufzustellen, mit deren Hilfe die Messergebnisse einer Station wie am Schlosswall auf die ganze Region übertragen werden könne. Feinstaub steht im Verdacht, Krebs zu erregen.

In Osnabrück gibt es zwei Messstellen: eine am Ziegenbrink, seit August eine zusätzliche am verkehrsreichen Schlosswall. Im ersten Halbjahr registrierte die Station am Ziegenbrink zwölf Überschreitungstage. Am Schlosswall wurden zwischen August und Dezember mindestens 24 Überschreitungstage festgestellt. Zusammen wären das 36. Diese Addition ist nach Angaben des Umweltministeriums nicht zulässig. Die EU-Richtlinie schreibt vor, dass die Überschreitungstage in einem Kalenderjahr in einer Station ermittelt worden sein müssen.
Autor:
hin


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