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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Vom Kirchturm in geschützte Jagdreviere
Zwischenüberschrift:
Lückenschlusspläne jetzt erschwert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Vom Kirchturm in geschützte Jagdreviere

Lückenschlusspläne jetzt erschwert

Osnabrück al/ ra
Die Bechsteinfledermaus und ihr Artgenosse, das Große Mausohr, bekommen in den Wäldern nördlich von Osnabrück und bei Belm/ Bissendorf von der EU geschützte Jagdreviere. Damit werden die Planungen für den Lückenschluss der A-33-Nord zumindest erschwert.

Nachdem die niedersächsische Landesregierung gestern auch die beiden rund 1200 und 300 Hektar großen Waldgebiete im Osnabrücker Land der Europäischen Kommission nachträglich als FFH-Naturschutzgebiete gemeldet hat (siehe auch die Seite 5 " Nordwest"), sieht der Leiter der Straßenbauverwaltung in Osnabrück, Cord Lüesse, Mehrarbeit auf sich zukommen. Die Entscheidung in Hannover mache eine weitere faunistische Untersuchung erforderlich, die rund 50000 Euro zusätzlich koste. In der Untersuchung müssten die exakten Flugrouten und Jagdreviere der Fledermäuse ausfindig gemacht werden. Erst danach seien weitere Aussagen zur Trassenführung möglich, " ansonsten bin ich weiter optimistisch".

Der Bramscher Umweltexperte Dr. Matthias Schreiber schätzt den Bestand der beiden Fledermaus-Kolonien im Osnabrücker Land auf rund 600 Tiere. Deren Brutplätze, die so genannten Wochenstuben, befinden sich in den Dachstühlen der Johanniskirche in Engter und der Dionysiuskirehe in Belm. An den Fledermäusen angebrachte Minisender hätten gezeigt, dass deren individueller Aktionsradius durchschnittlich 15 Kilometer betrage. Das eigentliche Nahrungsrevier sei also viel größer als die jetzt unter Schutz gestellten Bereiche. In dem FFH-Kerngebiet ist nach Angaben Schreibers der Bau neuer Straßen grundsätzlich verboten. Erst nach umfangreichen Sonderprüfungen könnten nur wirklich zwingende Gründe eine Ausnahme davon ermöglichen.

VON DER JAGD KOMMEND, steuern die Fledermäuse entweder die Wohnstube in der Dionysiuskirche in Belm..,
... ODER die warme Wohnstube in der Johanniskirche in Engter an. Fotos: Gert Westdörp
Autor:
al, ra


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