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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
So erklärt eine Geschichte die Geschichte
Zwischenüberschrift:
Lehrer Bernhard Sieling erforscht mit Füntklässlern die Geheimnisse der Teufelssteine
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück mlb
Kinder für Geschichte zu faszinieren ist nicht leicht. Der Belmer Lehrer Bernhard Sieling greift dabei zu manchem Hilfsmittel. So hat er eine Geschichte geschrieben, um seinen Fünftklässlern die Voxtruper " Teufelssteine" näher zu bringen.

Die Geschichte ist erfunden. " Und das wissen die Kinder auch", meint Bernhard Sieling. Aber die Erzählung sei für die Kinder ein Anlass, sich die Teufelssteine genau anzusehen.

" Ich habe die Geschichte wie ein Märchen komponiert", erzählt Sieling weiter; In ihr verkauft ein Bauer seine Seele an den Teufel, wenn der nur endlich die lästigen Steine von seinem Feld räumt und gleich nebenan ein Haus daraus baut. Aber der Bauer im Märchen hat Glück - eine List seiner Frau rettet ihn davor, auf ewig in der Hölle zu schmoren. Und der Teufel drischt vor lauter Ärger so fest auf das fast fertige Haus ein, dass es deshalb zusammenstürzt.

Sieling lässt die Geschichte nicht einfach so stehen. Er erzählt den Kindern, woher die 5000 Jahre alten Steine wirklich stammen. Immerhin ist in der fünften Klasse die Vor- und Frühgeschichte Bestandteil des Geschichtsunterrichts.

Sieling nutzt das Märchen, um die Kinder mit anderen Medien an Geschichte heranzuführen. So lässt er sie beispielsweise die wahre Geschichte nacherzählen und Bilder dazu malen. Außerdem zeigt er Filme und Dias in seinem Unterricht und besucht mit der Klasse die Museen der Umgebung.

Auch vorgeschichtliche Waffen hat er mit den Schülern gebastelt. " So wissen sie, dass die Menschen damals nicht nur Uga-Uga sagen konnten, sondern intelligent waren", betont er.

Die Teufelssteine in Voxtrup sind Grabkammern aus der Jungsteinzeit. Konnten Besucher früher noch über einen Pfad zu ihnen gelangen, ist der jetzt kaum noch zu erkennen. Der Grund: Die Stadt- und Kreisarchäologie ist mit der Pflege der insgesamt 41 Großsteingräber der Region überlastet.

NACH DER ERZÄHLUNG von Bernhard Sieling hat der Teufel zu fest auf ein fast fertiges Haus eingehauen, dass es zusammenstürzte und die Steine so liegen blieben. Foto: Elvira Parton
Autor:
mlb


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