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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Der Nachkriegsparkplatz wich dem modernen Busbahnhof
Zwischenüberschrift:
Notbauten und Ruinen: Über die Neumarktgestaltung zerbrachen sich auch vor fünfzig Jahren die Städteplaner den Kopf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Nachkriegsparkplatz wich dem modernen Busbahnhof

Notbauten und Ruinen: Über die Neumarktgestaltung zerbrachen sich auch vor fünfzig Jahren die Städteplaner den Kopf
Zeitreise in der Innenstadt.Mit zwei Fotos des Neumarkts von oben mit Blickrichtung auf das Landgericht. Eine Aufnahme vom Ende der fünfziger Jahre und eine aktuelle.

Innenstadt jan
Kein anderer Platz in der Stadt hat durch die Bomben des Zweiten Weltkrieges sein Gesicht so sehr verändert wie der Neumarkt. Einzig das Landgericht zeugt von früheren Zeiten.

Es war das beherrschende Gebäude einer Platzanlage, die im 19. Jahrhundert im Bahnhofsviertel entstand. Der neue Markt (im Gegensatz zum alten Markt am Rathaus) entwickelte sich zu einem der Zentren des Geschäftslebens und des Verkehrs. Dabei war seine Ausdehnung wesentlich kleiner als heute. Der Platz wurde nach Westen begrenzt durch eine Gebäudereihe im Verlauf der Johannis- und der Großen Straße. Bevor der Neumarkt nach 1960 seine heutige Gestalt bekam, deuteten Ruinen auf die alte Struktur hin, wie auf dem historischen Foto (einer Aufnahme vom Ende der fünfziger Jahre) ansatzweise zu erkennen ist.

Durch den schweren Bombenangriff am 13. September 1944 ging die alte Bausubstanz zu Grunde. Der Neumarkt wurde durch die Explosionen und den anschließenden Feuersturm ebenso schwer in Mitleidenschaft gezogen wie große Teile der Innenstadt. Auch der repräsentative Justizbau, 1874 bis 1878 nach Entwürfen von Karl Grahn entstanden, wurde schwer getroffen. Beim Wiederaufbau bis 1949 wurde der mittlere Vorbau in Höhe des Haupteingangs beseitigt, was zu einer Betonung der Gebäudeecken führte. Über den Neumarkt zerbrachen sich schon damals jahrelang die Städteplaner den Kopf. Vorübergehend entstanden an der Ecke zur Johannisstraße eingeschossige Geschäftsbauten, so wie sie bis vor kurzem noch an der Möserstraße gegenüber von Galeria Kaufhof zu sehen waren.

Die westliche Freifläche stand bis in die sechziger Jahre als Parkplatz zur Verfügung. Seit 1974 befindet sich hier der Busbahnhof mit den Bussteigen A1 und A2. Die Weichen, den Neumarkt zu einem verkehrsgerechten Platz umzubauen, stellte die Stadt Anfang der sechziger Jahre. Der Tunnel wurde errichtet, der unterirdisch die beiden modernen Kaufhäuser Horten und Hertie verband. Die letzten Ruinen verschwanden. Die Notbauten auf der Südseite wichen dem hellgrün gekachelten, damals zeitgemäßen Büro- und Geschäftshaus, das heute viele als störend empfinden.

RUINEN UND PARKENDE AUTOS dominierten den Neumarkt bis in die späten fünfziger Jahre. Diese Aufnahme entstand, kurz bevor die großen Umbauarbeiten begannen. Foto: Archiv Neue OZ

DAS LANDGERICHT ZEUGT als einziges Gebäude von früheren Zeiten. Es steht im Kontrast zum grün gekachelten Eckgebäude, das 1962 anstelle der Notbauten entstand. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
jan


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