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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Gewerbegebiete für den Naturschutz?
Zwischenüberschrift:
Güterverkehrszentrum: SPD und Grüne fordern Neubewertung für ungenutzte Flächen
Artikel:
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Originaltext:
Gewerbegebiete für den Naturschutz?

Güterverkehrszentrum: SPD und Grüne fordern Neubewertung für ungenutzte Flächen

rll OSNABRÜCK. Ausgeträumt ist der Traum von einem Güterverkehrszentrum am Fürstenauer Weg, aber die Stadt zahlt weiterhin Zinsen für die Grundstücke, die sie vor 12 Jahren dafür gekauft hat. SPD und Grüne fordern jetzt neue Konzepte für die Flächen. Dabei geht es zwar vorrangig um Gewerbeansiedlungen, aber auch um Naturschutz.

Teuer waren sie auf jeden Fall, die Flächen für das Güterverkehrszentrum am Fürstenauer Weg. Von 17 Millionen Mark (8, 5 Millionen Euro) war schon mal die Rede und von einer Zinsbelastung von einer halben Million Kuro pro Jahr.

Ende 1994 erwarb die stadteigene Osnabrücker Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft (OGE) die Grundstücke in der Hoffnung, sie beim Bau eines Güterverkehrszentrums an Speditionen und andere Betriebe weiterverkaufen zu können. Doch so weit kam es nie.

Die Deutsche Bahn AG machte gegenüber der Stadt zwar mündliche Zusagen, ließ sich aber nicht auf konkrete Schritte ein. Inzwischen glaubt in Osnabrück kaum noch jemand, dass die KLV-Anlage für den kombinierten Ladeverkehr, das Herzstück des Projekts, noch verwirklicht wird.

So liegen die von der OGE angekauften Grundstücke weiterhin brach und belasten den städtischen Haushalt. Für einige von ihnen wurde in der Zwischenzeit nach einer neuen Nutzung gesucht. So wollte die damalige CDU / FDP-Ratsmehrheit auf einer Fläche am Gut Honeburg eine Wohnsiedlung erschließen. Aber das Vorhaben scheiterte vor einem Jahr am Lärm. Nicht etwa am Verkehrslärm der nahe gelegenen Bundesstraße 68, sondern am Gewerbelärm benachbarter Betriebe.

SPD und Grüne haben im Stadtentwicklungsausschuss durchgesetzt, dass jetzt alle Flächen noch einmal auf den Prüfstand kommen sollen. Damit wird ein älterer Ratsbeschluss ausgehebelt, der vorsah, alle GVZ-Flächen in Gewerbegebiete umzuwandeln.

Gegen eine generelle Gewerbe-Planung gibt es jedoch Widerstände von SPD und Grünen. Nur für das GVZ sei der Landschaftsschutz damals aufgehoben worden, lautet die Begründung. Einem " ganz normalen" Gewerbegebiet mitten in einer intakten Landschaft hätten sie niemals zugestimmt, argumentieren einige Politiker heute.

CDU und FDP halten dagegen, die Stadt habe sehr viel Geld für die Flächen investiert. Das könne nur durch einen Verkauf der Grundstücke in den Haushalt zurückfließen.

Für das Güterverkehrszentrum sind die orange markierten Flächen derzeit noch reserviert. Aber das könnte sich bald ändern. Zur Orientierung: Parallel zum rechten Bildrand die B 68, diagonal von oben links bis unten rechts der Fürstenauer Weg, ganz oben die ehemalige Mülldeponie auf dem Piesberg. Luftbild: Stadt Osnabrück / Michelsen
Autor:
rll


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