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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Piesberg "spektakulärstes Buga-Gelände"
Zwischenüberschrift:
Zum "Nein" des Osnabrücker Stadtrates zur Buga 2015; "Aus der Traum: die Buga kommt nicht" (Ausgabe vom 22. November).
Artikel:
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Originaltext:
Zum " Nein" des Osnabrücker Stadtrates zur Buga 2015; " Aus der Traum: die Buga kommt nicht" (Ausgabe vom 22. November).

" Mit großem Bedauern las ich vom Aus für die Buga. Meiner Meinung nach wurde wieder die Chance vertan, aus dem schon bekannten Image der , grauen Maus" herauszukommen. Eine Stadt, die in ihrem Kern gute Ansätze zur Änderung zeigt (" Kamp-Promenade", »Freilegung der Hase", " Neugestaltung der Hasestraße") und gerne bei den Großen mitspielen möchte, schafft es einfach nicht, sich mal wirklich nach außen hin zu verändern. Statt positiv an eine Veranstaltung wie die Buga heranzugehen und die Möglichkeit wahrzunehmen, die Stadt Osnabrück und ihr Umland nicht nur regional zu präsentieren, wird wieder einmal (und das ist schon fast typisch) alles dafür getan, sich weiterhin im Mauseloch zu verkriechen, um ja nicht aufzufallen. Es ist schade, dass nicht an die Resonanz einer solchen Großveranstaltung gedacht wird, sondern nur an die Kosten. Warum sollte ein Osnabrücker Bauunternehmer in ein neues repräsentatives Hotel investieren, wenn die Stadt die Möglichkeit, dieses Hotel auch mit Gästen zu füllen, mit solchen Absagen schon im Keim erstickt? Haben die Verantwortlichen eigentlich auch über die Arbeitsplätze in der Gastronomie, dem Hotelgewerbe oder dem öffentlichen Personennahverkehr nachgedacht? Es ist immer dasselbe: Bevor angepackt wird, wird lieber gejammert und auf die Landeshauptstadt gezeigt, die keine genauen Angaben über die Zuschüsse machen möchte. So hat man den schwarzen Peter erst mal weit weggeschoben. Denn für die Absage ist man ja nicht selbst verantwortlich. Nein, nein, natürlich ist Herr Wulff daran schuld. Hauptsache das rot-grüne Gewissen ist rein."

Andreas Stapel
Gerh.-Hauptmann Str. 38
Tönisvorst

Weitsicht und Verantwortung

" Eine richtige und völlig vernünftige Entscheidung, die OB Boris Pistorius da auf den Weg gebracht und durchgesetzt hat. Die Buga ohne vernünftiges Finanzierungskonzept auf den Weg zu schicken und dabei auf 80 Prozent Zuschüsse aus EU und Landesregierung zu hoffen kann doch nur ein Himmelfahrtskommando sein, das letztendlich nur wieder auf dem Rücken der Steuerzahler ausgetragen worden wäre. Ich finde nicht, dass sich die Stadt mit der Absage blamiert, sondern sie zeigt vielmehr Weitsicht und ihre Verantwortung den Bürgern gegenüber. Und zum Thema, die Buga sei eine Jobmaschine1, sei nur eins gesagt: Erklären Sie das bitte mal den kurzfristig Beschäftigten, die nach der Buga wieder auf der Straße sitzen. Ich begrüße die Entscheidung des Stadtratcs voll und ganz!"

Evelyn Bartels
Schlossstraße 44
Osnabrück

Reden und Verleumden

"[...] Schon als der Ratsvorsitzende das Wort , Bundesgartenschau' nur in den Mund nahm, hatte ich plötzlich das Gefühl im falschen Film zu sein. Ohne Sinn und Verstand redeten und schimpften auf einmal alle möglichen Ratsmitglieder durcheinander Ein lautes Wort des Vorsitzenden war nötig, um nach geraumer Zeit endlich wieder zur Ordnung rufen zu können. Für ein paar Minuten war nun wieder Ruhe im Saal, und ich hatte die Hoffung, dass es jetzt sachlich und vor allen Dingen mit Wissen und Verstand weitergehen konnte. Diese Hoffnung sollte sich aber schon nach kurzer Zeit in Luft auflösen, denn fast jedes Ratsmitglied wollte nun gern etwas zum Thema Buga beitragen und tat dies auch ganz unverblümt und lautstark, so, dass ihn auch wirklich jeder hören konnte. Ob die Aussage sinnig war oder nicht, spielte dabei wohl keine Rolle. Hauptsache man hatte etwas gesagt. Fast drei Stundendiskutierte, schimpfte, erleumdete, ich muss sagen zickte man sich an. Keiner hörte dem anderen wirklich zu, andere Meinungen scheinen in der Osnabrücker Politik absolut unzulässig zu sein. Man schwatzte und lachte in den Reihen der SPD, und es muss sich wohl gerade auf dieser Seite des Ratssitzungssaals herumgesprochen haben, dass man im Nebe n rau m auch wohl über Wichtigeres diskutieren und lachen konnte als über 175 Millionen Kuro. So fehlte zwischenzeitlich fast die Hälfte der rot-grünen Fraktion. Gegenüber der Öffentlichkeit eine bodenlose Unverschämtheit. Anscheinend war das Thema nicht wichtig genug, um den Bürger, der doch eigentlich die Ratsmitglieder wählt und darauf hofft, dass seine Meinung würdig vertreten wird, tatkräftig mit seinem Interesse an Osnabrück und den Menschen unterstützt. Ich bin selbst erst 24 Jahre alt. Die ältere Generation behauptet, in diesem Alter hätte man noch keine Erfahrung, man sei nicht reif genug, ich denke, die jüngeren Leser wissen sehr gut, worauf ich hinaus will? Mit Verlaub, ich hatte das Gefühl im Kindergarten zu sein. [...]"

Stefanie Grundmann
Wittekindplatz 3
Wallenhorst

Wem nutzt die Absage?

" Da hatten wir einen fortschrittlichen, zukunftsorientierten Überbürgermeister Fip, der sich dafür einsetzte, die Buga nach Osnabrück zu holen, und kaum dreht er den Rücken, fallen ihm seine Parteigenossen und einer von uns* in denselben Mal abgesehen davon, dass der Piesberg als Buga-Gelände das Spektakulärste wäre, das Deutschland bisher gehabt hat - müssten nicht die Bürger eine so wichtige Entscheidung treffen, zu deren angeblichem Nutzen die Absage ja schließlich erfolgen soll?"

Elke Osman
Arndtstraße 27
Osnabrück

Notizen aus der Provinz

" Ich schlage vor, die Lokalseite Osnabrück künftig umzubenennen in »Notizen aus der Provinz". Die einmalige Chance für die Stadt Osnabrück, dieses Image endlich abzustreifen, wird vertan. Die Pessimisten haben sich durchgesetzt: Bloß nichts wagen, es könnte ja etwas schief gehen! Investitionen, neue Arbeitsplätze und mehr Touristen erreicht man mit dieser blamablen Entscheidung bestimmt nicht. Gute Nacht, Osnabrück. Schlaf schön weiter!"

Andreas Sandmann
Hof im Hagen 2
Wallenhorst Hollage

Statt Glück nun Pech?

" Der Nachfolger von unserem Fip bringt nun wohl Pech, statt großes Glück. Anstatt in Ruhe abzuwarten, da spielt man mit gezinkten Karten. Statt vorwärts, rudert man zurück - ich schäme mich für Osnabrück."

Manfred Zoll
Tegelheide 41
Bad lburg

Zum Nachteil der Region beerdigt

" Da wird wieder einmal eine Entscheidung getroffen, ohne den so genannten Bürger, also die Mehrheit der Bevölkerung, einzubeziehen. Eine Minderheit der Osnabrücker Wahlberechtigten - berücksichtigt man deren Zahl, die Zahl der Nichtwähler und diejenigen, die ihre Stimme an andere Kandidaten gaben - hat mit der Wahl des neuen Oberbürgermeisters, der die jetzt festgelegte Richtung vorgegeben hatte, über ein überregionales Projekt entschieden. Ich möchte nicht die Wahl des neuen Osnabrücker Obcrbürgermeisters kritisieren, aber es kann nicht sein, dass zum jetzigen Zeitpunkt und in dieser Form von Osnabrücker Politikern über ein Projekt entschieden wird, das auch für den Landkreis Osnabrück, ja für die gesamte Weser-Ems-Region von größter Bedeutung wäre. Eine riesige Chance, unsere wunderschöne Heimat überregional zu präsentieren, soll vertan werden. Nur eine gute Stunde Auto- oder Zugfahrt reicht allein mehr als ca. zehn Millionen möglichen Besuchern aus Niedersachsen, den angrenzenden Bundesländern und Holland, um den Piesberg zu erreichen. Natürlich muss eine Finanzierung gesichert sein. Sind alle Förderungstöpfe von Bund und Land gefunden worden? Sind Industrie und Handwerk angesprochen worden? Sind Sponsoren und Kooperationspartner gesucht worden? Beim Bau der Emslandauto-bahn ist doch bewiesen worden, wozu die regionale Wirtschaft fähig ist. Mit der Buga hätten die »Grünen" die Chance gehabt, ihre ursprünglich ökologischen Grundsätze zu entwickeln und zu präsentieren. Aber wieder wird ein Projekt zum Nachteil der Region zu Grabe getragen. Ich pflanze einen Gedenkbaum und stelle frustriert fest: Einmal Provinz, immer Provinz!"

Dieter Tappmeyer
Nordel 5a
Hilter

Kosten festschreiben

" Bei sehr vielen Osnabrückern hat die Abstimmung des Rates über die Buga Kopfschütteln hervorgerufen. Ist es möglich, dass man wie Herr Jasper anführt, eine Entscheidung zur Ausrichtung der Buga, die vor einigen Jahren von allen Parteien getragen wurde, so schnell und rücksichtslos vom Tisch fegt? Ich habe Verständnis für die Bedenken der auf die Stadt zukommenden Kosten. Aber es ist doch nicht aller Tage Abend. Mit der endgültigen Entscheidung hätte man sich ja noch zwei Jahre Zeit lassen können. Ich meine, dass es klüger gewesen wäre, jetzt die Kosten auf 100 Millionen Kuro festzuschreiben. Wir brauchen keine Buga der Superlative, sondern etwas Solides, praktisch durchführbar und zweckmäßig gestaltet Das hätte ein Planer, der aus der Industrie kommt, gemacht. Dann wären später auch nicht noch versteckte Zusatzkosten aufgetaucht. Osnabrück hat den Vorteil, angehende Gartenbauarchitekten auszubilden. Die Diplomarbeiten dieser Studenten hätte man hierauf ausrichten können, so dass man praktisch Planu ngskosten zum Nulltarif bekommen hätte. Müssen solche Vorhaben wie die Buga immer von Stararchitekten ausgerichtet werden, die viel Geld kosten und oft an dem, was der Durchschnittsbürger liebt, vorbeibauen. Ich plädiere dafür, dass man dieses Thema in aller Sachlichkeit durchdiskutiert und dann eine Abstimmung über das Für und Wider in der Bevölkerung durchführt."

Walter Niemeyer
Mindener Str. 314
Osnabrück

Beschluss gekippt

"[...] Was haben die SPD und die Grünen am 22. November 2006 veranlasst, ihren vor Jahren einmütig gefassten Beschluss für die Buga, der unterstützt und angeschoben wurde von dem guten und weitsichtigen Oberbürgermeister Fip (SPD), zu kippen? Nur die Aussage des neuen und wirtschaftlich unerfahrenen Oberbürgermeisters Pistorius (SPD) im Kommunalwahlkampf? Und daraus die Folgerung, dass die Partei nun nicht zurückrudern kann? Frau Karin Jabs-Kiesler (SPD) hat dankenswerterweise aufschlussreich in der Neuen OZ am 23. November 200ö den Grund mitgeteilt: , aus Gründen der Fraktionsdisziplin/ Ja wird denn solch eine gravierende Entscheidung nach Fraktionsdisziplin und nicht mit dem Gewissen entschieden? Es kann doch wohl nicht so sein: Schlägt die CDU/ FDP etwas Vernünftiges vor, ist die Gegenseite dagegen und umgekehrt, nur aus Parteidisziplin. Wenn nur nach Parteibuch entschieden wird, haben wir Verhältnisse wie Anfang der siebziger Jahre, als die eine Gruppe die Stadthalle in die grüne Lunge des Schloss-Kartens und die andere Gruppe in der Gartlage bauen lassen wollte. Schon vergessen? [... r

Helmut Riecken
Strubbergskamp 18
Osnabrück

Der Piesberg gehörte auf diesem Bild aus dem Jahre 2006 noch den Baggern der Firma Cemex (früher: Piesberger Steinindustrie). Doch zur Bundesgartenschau 2015 sollte aus der Mondlandschaft eigentlich ein blühender Landschaftspark geworden sein. Doch dieser Traum ist ausgeträumt. Foto: Arne Köhler
Autor:
Andreas Stapel, Evelyn Bartels, Stefanie Grundmann, Elke Osman, Andreas Sandmann, Manfred Zoll, Dieter Tappmeyer, Walter Niemeyer, Helmut Riecken


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