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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Taxis auf die Busspur?
Zwischenüberschrift:
Bahnhofsplatz: Verwaltung denkt über Verkehrskonzept nach
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Warten unter dem ovalen Glasdach vor dem Bahnhof künftig Taxifahrer auf ihre Kunden? Das überlegt die Verwaltung. Bislang ist der Platz für Busse reserviert.

Fotos: Klaus Lindemann

ack OSNABRÜCK. Vor allem an den Wochenenden geht es auf dem Bahnhofsvorplatz oft zu wie Im Wilden Westen. Wenn Autofahrer, Radler, Fußgänger und Taxen um den begrenzten Raum zum Ein- und Aussteigen kämpfen, sind die Verkehrsregeln meist keinen Pfifferling mehr wert. Um das Verkehrsknäuel zu entwirren, überlegt die Verwaltung jetzt, den Taxen eine bislang fUr den ÖPNV reservierte Spur zur Verfügung zu stellen.

Damit würde sich ein lang gehegter Wunsch der Tkxi-fahrer erfüllen. Denn die bekommen regelmäßig einen dicken Hals, wenn sie sich mit dreisten Falschparkern um ihre Standplätze streiten müssen, während wenige Meter entfernt scheinbar endlos viel Platz für die Busse zur Verfügung steht.

Dieser Ansicht scheint inzwischen auch die Verwaltung zu sein. " Die Einzigen, die es komfortabel haben, sind die Busfahrer", fasste Stadtbaurat Wolfgang Grie-sert die Situation am Theodor-Heuss-Platz jetzt während der ersten Sitzung des neu gebildeten Ratsausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt zusammen. Daher werde derzeit darüber nachgedacht, den Taxistand unter das ovale Glasdach zu verlagern. Die Fahrer könnten dann auf der dem Bahnhof zugewandten Seite der architektonisch aufwendig gestalteten Mittelinsel auf Gäste warten. " Wir sind an dem Thema dran", unterstrich Griesert.

Der Ausschuss erhob dagegen keine Einwände. lediglich Dr. Horst Simon, von der SPD als zugewähltes Mitglied in den Ausschuss entsandt, warnte davor, den " von seiner Ästhetik halbwegs gelungenen Bahnhof mit Autos zuzustellen".

Auch das Konzept des " Kiss+ Ride" könnte in den kommenden Monaten wieder in die Diskussion geraten. " Kurzzeitiges Halten ist es ja nicht* 4, so das Fazit von Sabine Bartnik (Grüne), " die Leute parken da." Sie regte daher an, die von einzelnen Autofahrern oft stundenlang zugestellten Haltebuchten ganz offiziell zu Parkplätzen zu erklären - allerdings zu kostenpflichtigen.

" Wir sollten über eine Bewirtschaftung nachdenken", forderte Bartnik und schlug vor, im Gegenzug die Bahnhofsgarage wieder für kostenloses Kurzzeit-Parken freizugeben. Durch diesen Schritt ließen sich Autofahrer, die Freunde oder Angehörige vom Zug abholten, vielleicht doch dazu bewegen, das Parkhaus zu benutzen, anstatt vor dem Bahnhof zu Falschparkern zu werden.

Verkehrschaos, vor allem am Wochenende. Verkehrsregeln sind dann oft keinen Pfifferling wert. Archivfoto: Michael Hehmann
Autor:
ack


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