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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Auch im Regen: Am Piesberg geht's immer bergauf
 
Trommeln für die Buga
Zwischenüberschrift:
Das elfte Bergfest wurde kurzerhand über weite Strecken in den Saal verlegt
 
Weg zur Felsrippe ist frei
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Originaltext:
Auch im Regen: Am Piesberg geht' s immer bergauf - Das elfte Bergfest wurde kurzerhand über weite Strecken in den Saal verlegt

Sie trommeln nur zum Spaß: Das Percussion-Duo GO! führte Besucher zur Felsrippe. Fotos: Hermann Pentermann

Trommeln für die Buga - Weg zur Felsrippe ist frei

rei OSNABRÜCK. Mit dem Bergfest wurde gestern auch der Stichweg am Piesberg eröffnet. Für ihn sei die Eröffnung ein wichtiger Termin, betonte OB Fip. Denn so könne er die Gelegenheit nutzen, um auf die Buga " aufmerksam zu machen".

Mit Fip trommelten Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), und Staatsekretär Friedrich-Otto Ripke für die Buga. Die Landesregierung werde die Stadt unterstützen, versprach Ripke. Damit könne Niedersachsen zeigen, " dass es in der Lage ist, so etwas auf die Beine zu stellen", so der Minister für den ländlichen Raum.

Die Finanzierung des Stichweges sei beispielhaft für die Buga, sagte Brickwedde. Zu zwei Dritteln wurde er vom Land (200 000 Euro), zu einem Drittel von der DBU (100 000 Euro) und zu einem Drittel von der Stadt bezahlt. " Auch für die Buga brauchen wir Geld von außen", so Brickwedde.

Der Stichweg führt vom Rundwanderweg zur Spitze des Piesbergs. Ab heute können Spaziergänger auf ihm in der Woche und am Wochenende die Felsrippe besteigen.

Veredelt: Julia Pankoke, Klara und Luisa Siebenand (von links) verzieren Steine mit (Blatt-) Gold.

Pieszwerge aus Gips basteln Kirsten Ansmann, Andrea Hörn-schemeyer. Norbert Marx und Erika Hörner (von links).

Mülltonnen-Theater, passend zum Piesberg.

OSNABRÜCK. Oh, ein Dixiklo! Das ist ein gutes Instrument für die Musiker vom Percussion-Duo GO!. Bei Joachim Dölker und Joachim Brüntjen wird jeder Gegenstand am Wegesrand zum Klangkörper für ihre Drumsticks. Ob nun ein Schild oder das Dreirad der verdutzt dreinschauenden Lana Katharina (1), die ihnen mit ihrem Vater entgegenkommt. Die Musiker führten mit ihrer Performance einen Tross an, der den neu angelegten Weg zur Felsrippe des Piesberg entlang lief. Mit Schirm und Regenjacke gewappnet, trotzten rund 80 Menschen dem Wetter und waren damit die Ersten, die auf diesem Weg zum Auftakts des 11. Bergfestes die Spitze erklommen.

Einen ersten Halt machten sie auf der Aussichtsplattform am Steinbruch, wo das Martin-Gehrmann-Quartett zum " Jazz for Fun" und die Gemeinde Wallenhorst zum Würfelspiel einluden. Von dort ging es hinauf zur Felsrippe, wo schon die ersten Attraktionen warteten: Infostände zur BUGA, die Installation " steinreich" von Michael Flatau oder der Steinmetz Werner Paetzke, der zeigte, wie vor 150 Jahren im Piesberg Steine gehauen wurden.

Doch jetzt wurde der Regen immer schlimmer. Also warteten die meisten noch geduldig die Reden der offiziellen Vertreter ab, um dann schnurstracks mit dem ersten Bus nach unten zum Piesberger Gesellschaftshaus zu fahren.

Dort hatten die Verantwortlichen inzwischen auf das Regenprogramm umgeschaltet.Viele Programmpunkte waren auf die Bühne im Saal des Gesellschaftsbauses verlegt worden. Etwa das Stück " Die Mülltonne" vom Theatro Fortissimo. " Uns ist es egal, ob wir drinnen oder draußen spielen", gab Pantomime Vlado Kulisek vom Theatro Fortissimo sich ganz gelassen. Eine Mülltonne und ihr Inhalt sind alles, was Kulisek braucht. Dazu kommen ein bisschen Fantasie, viel pantomimisches Talent und die Musik von Radek Michalko. Bereitwillig ließen sich Zuschauer auf die Bühne holen, um etwa den Schiffsjungen oder die Musiker einer Rockband zu spielen. Begeisterten Applaus ernteten Kulisek und Michalko für ihre Vorstellung.

" Wenn trotz des Regens so viele Leute kommen...", Imke Wedemeyer, Gesellschaftshaus

Das Mülltonnen-Theater passe gut zum Piesberg, auf dem es schließlich auch eine Mülldeponie gebe, sagte Imke Wedemeyer vom Piesberger Gesellschaftshaus. Sie war zufrieden mit der Resonanz auf das Bergfest. " Wenn trotz des Regens so viele Leute kommen, zeigt das doch, dass es gut angenommen wird", freute sie sich.

Sieben Spielorte gab es auf dem diesjährigen Bergfest.Besonders voll war es im Pferdestall des Museums Industriekultur, wo Kinder Brötchen backen, Filzgegenstände herstellen und andere museumspädagogische Angebote austesten konnten. Nur auf dem Zechenbahnhof war nicht viel los. Hier trafen zwar stündlich die Züge vom Dampflokfest ein. Doch die Performances dort mussten ausfallen. " Bei Regen können wir nicht auftreten", sagte Claudia Schnürer vom Tanztheater Oko Sokolo.

Die anderen Programmpunkte wurden gut angenommen - ob nun Fräulein Güldensteins Werkstatt, in der Steine zu Gold wurden, oder wenn Kinder mit Angela Große ihre Steine mit Hammer und Meißel bearbeiteten. Von wegen ins Wasser gefallen. Dem Bergfest am Piesberg kann das nicht passieren.
Autor:
rei


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