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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
"Nessie"und ein Einkaufswagen
Zwischenüberschrift:
Fischzug im Regenrückhaltebecken
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Nessie" und ein Einkaufswagen

Fischzug im Regenrückhaltebecken

kah OSNABRÜCK.
" Nessie" vom Regenrückhaltebecken am Weitkampweg im Schinkel ließ sich nicht blicken. Der angeblich 60 bis 70 Zentimeter riesige Goldkarpfen hatte sich gut versteckt. Aber den kriegen wir auch noch", sagte Friedel Hehmann. Mit einem elektrischen Käscher ging der Diplomökologe zwei Tage lang auf Fischfang. Die Stadtwerke wollen das Becken entschlammen und die Uferbefestigung erneuern.

Die zwei Pumpen arbeiteten auf Hochtouren. Trotzdem sank der Wasserpegel nur langsam. " Durch den Regen im August ist viel Wasser im Becken. Deshalb dauert es länger", erklärte Hehmann. Mit seinem Boot fuhr er eine erste Runde über den kleinen See. " Das Fischen hat im Moment eigentlich keinen Zweck. Wir müssen abwarten, bis das Wasser niedriger steht." Denn dann tummeln sich die Fische vermehrt an wenigen Stellen.

Rotaugen, Flussbarsche und Goldfische holen Hehmann und Helfer ans dem Teich. Gefährlich ist das für die Fische nicht, 99 Prozent der Tiere überleben den Umzug. Schließlich werden die Tiere mithilfe eines nachgebauten elektrischen Fisches nur kurz betäubt, ehe sie in einen Wassercontainer gesetzt werden. " Diese Art des Fischens ist für die Tiere am schonendsten", sagt Hehmann. Die Fische werden in den kommenden Tagen in Baggerseen und Fliefigewässer ausgesetzt. Ein Teil kommt nach der Entschlammung zurück ins Regenrückhaltebecken.

Als wahre Fundgrube entpuppt sich der Grund des Beckens. Bereits nach einer ersten Inspektion entdecken die Männer zwei Schafsköpfe, Einkaufswagen, Fernseher und Fahrräder. " Es gibt nichts, was man nicht findet. Beim letzten Mal haben wir Portemonnaies gefunden, in denen die Ausweise aufgrund der Laminierung noch gut erhalten waren. Eine Frau hat nach elf Jahren ihr gestohlenes Portemonnaie wiederbekommen", erzählt Rolf Overbeck vom Osnabrücker Angelverein.

Etwa eineinhalb Wochen werden zwei Bagger brauchen, um den Schlamm am Weitkampsweg abzutragen. Parallel dazu werden die Rasengittersteine ausgebaut und die Uferbefestigung erneuert ." Und dann muss es tüchtig regnen, damit das Becken wieder voll läuft und wir die Fische aussetzen können", erklärt Hehmann. Doch darauf muss er in Osnabrück sicherlich nicht lange warten.

Auf Fischzug im Regenrückhaltebecken: Friedel Hehmann (vorn) und Rolf Overbeck.
Foto: Michael Hehmann
Autor:
kah


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