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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wärme bringt Krankheiten mit
Zwischenüberschrift:
Baumpflegetage: Wurzeln als Schwerpunkt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
kah OSNABRÜCK. Von Osnabrück bis Bremen - so lang wären die Wurzeln einer ausgewachsenen Weißtanne, wenn man sie aneinander reihen würde. Bäume und ihr Wurzelwerk - das ist ein zentrales Thema bei den heute beginnenden 24. Osnabrücker Baumpflegetagen in der Stadthalle.

Licht ins Dunkel der Wurzelwelt bringt Dr. Ivano Brunner. Der Schweizer Forscher beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Wurzelgeflecht von Bäumen. In Osnabrück berichtet er von seinen neusten Forschungsergebnissen. Ein mit Wundgewebe überwallter Baumstumpf - auf dieses Phänomen konnten sich die Forscher lange keinen Reim machen. Schließlich galt der Baum als tot. Doch: " Sobald Bäume dicht beieinander stehen, haben ihre Wurzeln Kontakt zueinander. So kann auch ein abgeholzter Baum durch die Wurzeln anderer Bäume mit dem nötigen Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden", sagt Thomas Maag, Seminarleiter der Baumpflegetage.

Doch nicht nur das Wurzelwerk interessiert die Seminarteilnehmer.Ein Schwerpunktthema sind auch die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Bäume. So beobachtet Professor Rolf Kehr aus Göttingen seit längerem ein Triebsterben an Koniferen, immergrünen Pflanzen. " Das Krankheitsbild deutet darauf hin, dass sich die Klimaerwärmung auf die Bäume auswirkt", sagt Maag.

Die Forscher beunruhigt außerdem eine zunehmende Zahl an Baumkrankheiten. Aufgrund der Klimaverschiebung finden sich Erkrankungen, die ursprünglich weiter südlich auftraten, heute auch in nördlichen Breitengraden wieder. " Früher war es für diese Krankheiten bei uns zu kalt", sagt Maag. Bis zu einem gewissen Grad können sich die Bäume auf Klimaveränderungen einstellen. " Bis vor einiger Zeit hat man noch geglaubt, Bäume könnten das überhaupt nicht. Doch inzwischen weiß man, das ist falsch."

Und wie sieht es mit den Bäumen in Osnabrück aus? " Man kann sehen, dass wir sehr viel für die Bäume tun. Wir achten darauf, dass das Umfeld stimmt, das ausreichend Platz für Wurzeln ist und dass die Bäume ausreichend Pflege bekommen", antwortet Maag. Doch was die Krankheiten angeht dagegen könne auch der Eigenbetrieb Grünflächen der Stadt nichts machen " Wir haben zum Beispiel aufgrund der Ulmenkrankheit kaum noch eine Ulme in der Stadt stehen. Dagegen sind wir leider machtlos", sagt Maag.

Wurzelphänomene - damit beschäftigen sich Fachleute während der Baumpflegetage in der Stadthalle.
Foto: Gert Westdörp
Autor:
kah


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