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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Alando soll erweitern, will aber nicht
Zwischenüberschrift:
Stadt ändert Bebauungsplan
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Rainer Lahmann-Lammert

OSNABRÜCK. Nach dem Bebauungsplan von 1990 ist das Alando Palais immer noch ein Hallenbad. Das will die Stadt jetzt ändern und zugleich die Option für eine Erweiterung des Tanzlokals schaffen. Aber Alando-Geschäftsführer Frederik Heede hat mit einem Anbau nichts am Hut.

Bis zum 2. Oktober läuft die frühzeitige Bürgerbeteiligung für die Änderung des Bebauungsplans Nr. 74 (Niedersachsenstraße). Stadtbaurat Wolfgang Griesert und Städtebau - Fachbereichsleiter Franz Schürings stellten den Entwurf in der vergangenen Woche der Presse vor. Auf dem Papier soll dort, wo im Sommer die Fußballfans die WM feierten, ein Saalanbau entstehen. Niedriger als das Hauptgebäude, aber hoch genug, um die untere Ebene als Parkplatz zu nutzen.

Momentan steht auf dem Erweiterungsareal ein Zelt, in dem Catering-Gäste bewirtet werden. " Keine Zierde", wie Fachbereichsleiter Schürings bemerkte. Schon wegen der Geräuschentwicklung sei ein fester Bau vorzuziehen.

Alando Chef Heede widerspricht; Vom Zelt gehe kein Lärm aus, und Bauabsichten seien " im Augenblick nicht aktuell". Seitdem das Alando bestehe, seien in der Region neun neue Clubs entstanden, zum Beispiel im Rosenhof. Da stehe eine Erweiterung nicht an, denn: " Partygäste werden nicht mehr." Richtig sei es aber, den Bebauungsplan anzupassen und den Begriff " Schwimmhalle" durch " Veranstaltungshalle" zu ersetzen.

Im Bebauungsplan geht es aber nicht nur um einen möglichen Erweiterungsbau, sondern auch um einen Fußweg, der von der Heinrich-Heine-Straße über die Hasebrücke am ehemaligen Schwimmbad vorbei zur Niedersachsenstraße führt. Er ist schon jetzt nicht mehr zugänglich, weil die Stadt die Flächen dem Alando zur Verfügung gestellt hat. Nun will die Stadt den Weg ganz aufgeben.

" Er wurde faktisch kaum genutzt", sagt Stadtbaurat Griesert. Städtebauer Schürings hält den Weg für entbehrlieh, weil die " soziale Kontrolle" fehle und die Sorge bestehe, dass er zum Treffpunkt für Drogendealer werde.

Falls die Stadt den Weg aufgibt, wird voraussichtlich auch die Fußgängerbrücke überflüssig, die 1989 aus tropischem Bongossiholz errichtet wurde. Sie könne im Bedarfsfall an eine andere Stelle versetzt werden, kündigte Stadtbaurat Griesert an.

Mit dem neuen Bebauungsplan will die Stadt nicht nur den Weg aufgeben, sondern zugleich die Option, einen Kinderspielplatz zu bauen. Dafür, so heißt es, gebe es an dieser Stelle keinen Bedarf.

Bei der Beratung des Bebauungsplans im Stadtentwicklungsausschuss kam ein schwelender Konflikt zwischen der Stadt und dem Alando Palais zur Sprache. Die Terrasse entlang der Hase ist seinerzeit ohne Baugenehmigung errichtet worden, wie Fachbereichsleiter Schürings bestätigte. Fraktionsübergreifend wurde von Anette Meyer zu Strohen (CDU) und Ulrich Hus (SPD) bereits der Abriss dieser Hase-Terrasse gefordert. Das war am 1. Juni. Was sagt die Stadt jetzt? " Wir sind im Gespräch", lautet der Kommentar von Franz Schürings.

Alando-Geschäftsführer Heede wundert sich über solche Töne: " Die Terrasse besteht seit der Eröffnung des Alando", und sie werde von den Besuchern gut angenommen. Weil sie " einer der schönsten Plätze an der Hase" sei.

Beteiligung

Ab sofort liegt der Entwurf für den Bebauungsplan " Niedersachsenstraße" im Fachbereich Städtebau aus (Dominikanerkloster, Hasemauer 1). Im Internet ist der Plan unter www.osnabrueck.de zu sehen.

Bis zum 2. Oktober können Stellungnahmen abgegeben werden, die in das weitere Verfahren eingehen. Am 14. September findet um 20 Uhr in den Berufsbildenden Schulen Pottgraben ein Informationsabend statt.

Fotountertitel:

Die Terrasse über der Haseböschung wurde nie genehmigt. Politiker von CDU und SPD fordern den Abriss. Fotos: Jörn Martens

Kein Durchgang: Die Stadt will den Fußweg von der Heinrich-Heine-Straße zur Niedersachsenstraße aufgeben. Damit wäre wohl auch die Holzbrücke überflüssig, die schon gesperrt ist.

" Keine Zierde" sei das Zelt auf der Rückseite des Alando, heißt es bei der Stadt. Auf der Fläche könnte ein neuer Saalbau entstehen.
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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