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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wie viel Energie steckt in Osnabrücks Dächern?
Zwischenüberschrift:
Fachhochschule erforscht das Potenzial für Solarstrom-Nutzung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
mlb OSNABRÜCK. Da geht noch mehr: Lediglich 0, 16 Prozent macht die Stromerzeugung über Fotovoltaik-Anlagen bisher an der Bruttostromerzeugung Deutschlands aus. Aber: " Ein Vielfaches mehr an Potenzial steckt in geeigneten Dachflächen", weiß Prof. Dr. Martina Klärle. Wie viel das genau ist, untersucht sie in dem Projekt " Sun-area".

Entstehen soll eine Inter-net-Präsentation, in der jeder Hausbesitzer sehen kann, ob sein Hausdach für die Nutzung von Fotovoltaik-Anlagen geeignet ist. Auch die mögliche Stromausbeute soll er in der Datenbank erfahren. Die Testflächen für das Projekt liegen in Osnabrück. Erhoben werden jedoch geeignete Flächen für ganz Deutschland. " Es geht uns um eine vollautomatische Aussage", betont Klärle.

Für die Berechnung nötig sind die Neigung des Daches, seine Ausrichtung, die Verschattung und die Größe der Fläche, auf der Fotovoltaikanlagen installiert werden können. Die dafür notwendigen Laserscanner-Daten liegen bereits vor. Sie waren für andere Zwecke von der Stadt Osnabrück erhoben worden. Der Fachdienst Geodäten hat sie dem Projekt zur Verfügung gestellt.

Weitere Kooperationspartner sind die Firma Top-Scan, das Institut für Geoinformatik und Fernerkundung der Uni sowie Prof. Klaus Kuhnke von der Fachhochschule.

Erste Ergebnisse sind nun vorhanden. " Wir haben das Solarencrgiepotenzial für eine Fläche von einem Quadratkilometer im Norden Osnabrücks berechnet", erklärt Klärle.

Die Ergebnisse zeigen: Auf den erhobenen Dächern der Testfläche kann der von 3100 Personen in einem Jahr benötigte Strom erzeugt werden. " Das sind 70 Prozent der Personen, die dort leben", sagt die Professorin.

Für diese Berechnung hat sie eine pessimistische Einschätzung zu Grunde gelegt, denn: " Wir können die Verschattung noch nicht von den errechneten Daten abziehen." Gemeint sind damit Flächen, auf denen wegen benachbarter Bäume, Türme oder Häuser im Schatten weniger Sonneneinstrahlung möglich ist. Dieses Rechen-Problem gilt es nun zu lösen. Um die Ergebnisse zu überprüfen, hat Klärle außerdem mit ihrer Mitarbeiterin Dorothea Ludwig die Meinungen weiterer Experten eingeholt, die jetzt in die Präsentation eingefügt werden. Die Internetpräsentation mit allen Ergebnissen soll spätestens im Juni 2007 fertig sein.

Weitere Informationen:

www.al.fh-osnabrueck.de/ sun-area.html

Arbeiten an einer Solardach Datenbank: die FH-Professoren Klaus Kuhnke und Martina Klärle sowie Christian Wever von der Firma Top-Scan (rechts).

Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
mlb


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