User Online: 1 | Timeout: 20:00Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
2900 Baumbeschützer
Zwischenüberschrift:
Private Initiative übergibt Unterschriftenliste
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zwei Hainbuchen-Setzlinge schenkten Valentin Seyfert (links) und Marvin Lenjer Oberbürgermeister Boris Pistorius. Im Hintergrund halten Susanne Mönter. Hanne Über und Susanne Lenjer einen Zweig mit den 2900 Unterschriften von Bürgern, die eine neue Baumschutzsatzung wollen. Heute wird sich der Rat mit dem Thema befassen. Foto: Gert Westdörp

2900 Baumbeschützer

Private Initiative übergibt Unterschriftenliste

hin OSNABRÜCK. 2900 Unterschriften für eine Baumschutzsatzung: " Wir hoffen, dass der Stadtrat den Wandel In der Umweltpolitik vollzieht" v sagte Susanne Mönter, bevor sie Oberbürgermeister Boris Pistorius gestern den mit Unterschriftenlisten geschmückten Zweig überreichte.

Heute wird sich der Stadtrat auf Antrag der Grünen und SPD mit dem Thema befassen. Sie wollen die Verwaltung beauftragen, " wirksame Maßnahmen" zum Schutz besonderer Bäume zu erarbeiten. Susanne Mönter hält einen gesetzlichen Schutz der Bäume für nötig, denn: " Der eigenverantwortliche Umgang der Bürger mit den Bäumen funktioniert nicht."

Hanne Üben die zusammen mit Susanne Mönter die Unterschriftenaktion ins Leben gerufen hatte, appellierte an den Oberbürgermeister, sich für den Erhalt schützenswerter Bäume einzusetzen. " Jeder gefällte Baum ist für mich ein Trauerfall, sagte sie.

Pistorius dankte den Frauen für ihr Engagement, in der Sache folgte er ihnen nur eingeschränkt: Er sehe das eigenverantwortliche Handeln der Bürger " nicht so negativ". Wenn der Stadtrat zustimme, werde die Verwaltung ein Konzept zum wirksamen Schutz erarbeiten. " Aber was ist wirksam, und was ist schützenswert?", fragte der OB. Es bleibe Raum für Interpretationen.

Pistorius erinnerte an die Unterschriftensammlung von 1999 für ein Bürgerbegehren zur Abschaffung der Baumschutzsatzung. 14989 Bürger hatten damals unterzeichnet. Das Bürgerbegehren scheiterte am Veto des Verwaltungsausschusscs. Später stimmte der rot-grün dominierte Rat auf Antrag der FDP in geheimer Abstimmung für die Abschaffung. Dem Beschluss haftete ein Fehler an: Die Naturschutzverbände hätten gehört werden müssen. Der damalige OB Hans-Jürgen Fip wies deshalb die Verwaltung an, die Baumschutzsatzung " flexibel zu handhaben". Im Mai 2002 wurde sie von CDU und FDP abgeschafft.
Autor:
hin


Anfang der Liste Ende der Liste