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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
In die Geschichte eines Sees eintauchen
Zwischenüberschrift:
Hartmut Peuckert schildert die Entstehung des Rubbenbruchsees
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
tw OSNABRÜCK. Der Rubbenbruchsee ist das beliebteste Naherholungsziel der Osnabrücker. Wer nicht nur seine Runden um den See drehen möchte, sondern mehr erfahren will, der kann in dem Buch von Prof. Hart-mut Peuckert alles Wissenswerte von der Entstehung bis zum heutigen Stand erfahren.

" Ich habe es von vorne bis hinten gelesen. Es ist eine kurzweilige Lektüre, und ich habe einiges dazugelernt*, sagt Stadtbaurat Wolfgang Griesert über Peuckerts Buch " Der Rubbenbruchsee - Entstehung und Entwicklung", das in der Serie Umweltberichte der Stadt Osnabrück erschienen ist.

Es gibt wohl wenige Menschen, die so kenntnisreich über den Rubbenbruchsee schreiben könnten, wie Hartmut Peuckert. In den 60er Jahren kam der damalige Landschaftsarchitekt als Dozent zur Fachhochschule nach Haste. Später wurde er ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter der Stadt. Mitte der 60er Jahre wurde der Fachmann zu den Planungen des Sees hinzugezogen. Das Gebiet war früher " uninteressant", wie Peuckert berichtet.

Die Landwirtschaft hatte sich aus dem Gelände zurückgezogen, weil der Boden zu nass war. Darauf ist übrigens auch der Name des Rubbenbruchsees zurückzuführen. Er bedeutet so viel wie raues Moor.

Aus der Sicht des Naturschützers war der Rubbenbruchsee aber sehr wohl interessant. " Die Bestandszahlen in der Vogel weit waren etwas Besonderes für die Stadt"*, sagt Peuckert. Nicht nur deswegen ist der Naturschutz auch heute noch eins der wichtigsten Themen rund um den See. Das Baden ist übrigens verboten, weil der See allein der Natur vorbehalten bleiben soll. So war es von Anfang an geplant. Gern erzählt wird die Geschichte, das Baden sei wegen der vielen Kolibakterien untersagt, die aus Abfällen der Haushalte stammen sollen. Ein Mythos ist allerdings die Geschichte, die Bakterien stammten von Leichengift.

Ganz andere " Abfälle" wurden bei Grabungen im Rubbenbruchsee gefunden: Knochenteile von Mammuts, Auerochsen und anderen Tieren aus der Eiszeit. So weit reicht die Geschichte des Rubbenbruchsees jedoch nicht zurück. Zwar gab es schon in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Pläne für ein Naherholungsgebiet, aber erst Mitte der 60er Jahre ergab sich die Möglichkeit, sie in die Tat umzusetzen. Die lange ungeklärte Frage, was mit dem Erdreich geschehen sollte, wurde vor etwa 40 Jahren beantwortet: Das Material wurde für die Dammschüttungen für den Bau der A30 verwendet.

Erhältlich ist das 36 Seiten starke Buch im Buchhandel, in Zimmer 519 im Stadthaus l oder in der Bürgerberatung in der Bierstraße.

Der Rubbenbruchsee, das beliebteste Naherholungsziel der Osnabrücker. Hartmut Peuckert hat ein Buch über die Entstehung und Funktion des Sees geschrieben.

Foto: Michael Hehmann
Autor:
tw


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