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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Anwohnerin genervt von akustischen Signalen für Blinde und Sehbehinderte
Artikel:
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Originaltext:
OSNABRÜCK. Alle 20 Sekunden piept es an der Kreuzung von Wachsbleiche, Stüvestraße und Pagenstecherstraße. Das Signal aus den Blindentastern der Fußgängerampeln geht einer Anwohnerin allerdings so auf die Nerven, dass sie sich bei der Stadt beschwert hat.

Seit dem Sommer gibt es an jeder der vier Ampeln ein akustisches Signal, das Blinden und Sehbehinderten bei der Straßenüberquerung helfen soll. Davor gab es die Signale nur an den Fußgängerüberwegen über Stüvestraße und Pagenstecherstraße. Seit die Signale für beide Richtungen installiert sind, fühlt sich die Anwohnerin gestört. " Es ist im Garten nicht mehr auszuhalten", sagte sie jetzt beim Bürgerforum Innenstadt. Sie hatte sich zuvor schon mehrmals bei der Stadtverwaltung beschwert.

Die Verwaltung hat reagiert und die Lautstärke der Signale so weit wie möglich heruntergedreht. Doch das reicht der Frau nicht. " Die Stadtverwaltung hat nicht genug getan", sagte sie beim Bürgerforum und möchte, dass die akustischen Hilfen nur noch auf Bedarf ertönen, dann also, wenn jemand an der Ampel den Knopf drückt. Doch das wird nicht passieren.

Blinden und sehbehinderten Mensehen ist das akustische Ampelsignal eine wertvolle Hilfe.

Für den Abend und die Nacht sind die Anlagen zwar so programmiert, dass sie nur auf Anforderung ertönen. Doch tagsüber wird es bei dem automatischen 20-Sekunden-' Takt bleiben. Denn blinde und sehbehinderte Menschen können sich an den Signalen orientieren. " Wenn die Ampeln nur auf Anforderung zu hören sind, stellt sich die Frage: Wie sollen blinde und sehbehinderte Menschen sie finden?", erklärt Helga Stübbe, Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenvereins Niedersachsen. Sie hält die Anlage gerade an dieser Stelle für wichtig. Nicht nur weil der Verein an der Pagenstecherstraße seinen Sitz hat, sondern auch weil mehrere Blinde in der Nähe der Ampel wohnen.

Die Stadt habe an allen Straßen, die viele Blinde und Sehbehinderte regelmäßig überquerten, akustische Signale installiert, sagt Franz Schürings, Fachbereichsleiter Städtebau. Auch an der Kreuzung von Wachsbleiche und Stüvestraße habe sie die zusätzlichen Taster auf Wunsch des Behindertenbeirats angebracht.

Helga Stübbe hat nur wenig Verständnis für die Beschwerde der Anwohnerin.

Inzwischen sei die Lautstärke der Anlage so weit her untergedreht worden, dasb die Signale bei starkem Verkehr kaum zu hören seien. Auch Franz Schürings will das Ansinnen der Frau nicht unterstützen. " Es ist eine subjektive Sache, ob man die Signale als störend empfin det." sagt er.
Autor:
Anne Reinert


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