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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kinder ja, Häuser nein
Zwischenüberschrift:
Voxtrup: Neue Mehrheit kippt geplantes Baugebiet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Ja zur neuen Kindertagesstätte, nein zum neuen Wohngebiet: Eine Kehrtwende vollzog der Stadtentwicklungsausschuss bei der Planung an der St.-Antonius-Kirche. Vor der Kommunalwahl hatte es noch eine Mehrheit für eine Wohnsiedlung mit 35 Einfamilienhäusern gegeben.

In Voxtrup ist das Vorhaben schon seit einem Jahr Gesprächsthema: Weil der Kindergarten St. Antonius mehr Platz braucht, soll auf dem benachbarten Weideland ein Neubau errichtet werden. Voraussetzung ist eine Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans. Denn bislang gilt das Areal als landwirtschaftliche Nutzfläche.

Wenn schon neu geplant wird, dann könnte ja zugleich ein kleines Wohngebiet südlich der Kirche entstehen, überlegten sich interessierte Kreise in Voxtrup. So ergab sich eine kreative Möglichkeit, den Preis für die neue Kindertagesstätte niedrig zu halten. Die Häuslebauer hätten das Grundstück quasi mitfinanziert. Doch dazu wird es jetzt wohl nicht kommen. Die neue Mehrheit im Stadtentwicklungsausschuss entschied, dass die Pläne für das Baugebiet nicht weiter verfolgt werden sollen. Am Kindergarten wurde aber nicht gerüttelt.

Jetzt doch kein Wohngebiet: An der Antoniuskirche soll lediglich eine neue Kindertagesstätte entstehen. Foto: JörnMartens

Die Initiative ging von dem Voxtruper UWG-Politiker Wulf-Siegmar Mierke aus. " Entscheidend ist, dass diese Bebauung keinen Sinn macht", erklärte er mit Blick auf andere Bauplätze in Voxtrup, für die sich keine Käufer finden. SPD und Grüne, die schon in der Vergangenheit gegen die Wohnsiedlung votiert hatten, schlossen sich an. Schon die Lärmbelästigung der nahen Autobahn spreche gegen das Baugebiet, lautete eines ihrer Argumente.

Lange Gesichter gab es bei der CDU: " Bedauerlich", nannte es die Ausschussvorsitzende Anette Meyer zu Strohen, dass die Planung nun gekippt werde. Dabei habe die Stadt das Verfahren schon weit entwickelt und entsprechend viel Zeit und Geld in die Planung investiert.

Ulrich Hus (SPD) machte deutlich, dass sich SPD und Grüne schon immer gegen die Bebauung ausgesprochen hätten. An die Adresse von Anette Meyer zu Strohen fügte er hinzu, es bestehe " immer das Risiko, dass man Wahlen verliert".
Autor:
rll


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