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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Alte Fassaden, neue Funktionen
Zwischenüberschrift:
Lotter Straße an der Kreuzung zum Wall
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Einen Blick Über den damaligen Kronprinzenwall hinein in die Lotter Straße mit dem Museum am Kanzlerwall, dem Akzisehaus und dem Königlichen Realgymnasium (von links) bietet dieses Foto. Es stammt aus der Zeit um 1930. Foto: Ansichtskarte

Die gleichen Gebäude zeigt das aktuelle Foto. Doch hinter einigen Mauern verbergen sich neue Funktionen. Und aus dem Kronprinzenwall wurde der Heger-Tor-Wall. Foto: Klaus Lindemann

OSNABRÜCK. Kaum zerstört wurden die Häuser der heutigen Zeitreise im Zweiten Weltkrieg. Deswegen präsentiert sich der Eingang zur Lotter Straße nur wenig verändert.

Zeitreise

Links zu sehen ist das Kulturgeschichtliche Museum. Eröffnet wurde das Osnabrücker Museum am Pfingstsonntag 1889. Die Architektur des als " monumental" gefeierten Hauses sollte die Auffassung des Museumsvorstandes von einem Museum als repräsentativer Bildungsstätte widerspiegeln. Die klassizistische Bauweise bezieht sich auf die griechischen Ideale, die der Vermittlung von Kunst und Wissenschaft eine bedeutende - öffentliche- Rolle zusprechen. Bereits einige Jahre vor Baubeginn hatten wohlhabende Osnabrücker erste Sammlungen für Kunst und Wissenschaft angelegt. Mit diesem Engagement einher ging der Wunsch, ihre Sammlungen auch öffentlich zugänglich zu machen.

Das kleine Haus zwischen Museum und Akzisehaus gibt es heute nicht mehr. Um 1930 wurden in dem kleinen Kaufladen noch Zeitungen und Zigaretten verkauft.

In dem weißen Akzisehaus war zur Zeit der alten Aufnahme die " kleine" Post untergebracht. Das klassizistische Akzisehaus wurde 1817 erbaut, als der Platz vor dem Tor umgestaltet wurde. Es diente zunächst als Wache am Stadteingang und als Wohnhaus für den Einnehmer der Stadtzolle - die so genannte " Akzise". 1884 eröffnete hier die erste Zweigstelle der damaligen Reichspost. Die Zweigstelle wurde 1972 an den Rißmüllerplatz verlegt. Im Akzisehaus hat heute der Laden des Kulturgeschichtlichen Museums seinen Raum.

Hinter dem Akzisehaus ist ein Teil des Felix-Nussbaum-hauses zu sehen. Der von Daniel Libeskind entwickelte Bau zeigt seit 1998 die Werke des jüdischen Malers.

Im dreistöckigen Gebäude am rechten Bildrand befand sich um 1930 das Königliche Realgymnasium. Aus der Jungcnschule entstand später das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, das heute zum Schulzentrum Sebastopol an der Knollstraße gehört. Die Räume des ehemaligen Realgymnasiums nutzen jetzt die Altstädter Grundschule und das emma-Theater.
Autor:
Marie-Luise Braun


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