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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Billig-Buga auf der Bergwiese?
Zwischenüberschrift:
Für 82 Millionen Euro machbar?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. 82 788 425, 33 Euro: Das würde nach Meinung von Dr. Markus Große Ophoff eine Bundesgartenschau auf dem Piesberg kosten, wenn sie von allen teuren Extras befreit würde.

Große Ophoff ist Mitarbeiter der Umweltstiftung (DBU), Leiter des Zentrums für Umweltkommunikation (ZUK) und Lehrbeauftragter für Veranstaltungsmanagement an der Fachhochschule Osnabrück. Seine Ideen für eine Buga, die sich auf ihr Kernthema " Garten und Landschaft" und " Berg im Wandel" beschränken soll, hat er in einem neunseitigen " Diskussionspapier" dargelegt, das CDU-Fraktionschef und DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde während der Ratssitzung ins Spiel gebracht hatte. " Das war keine Auftragsarbeit", betont Große Ophoff, " das sind meine ganz persönlichen Überlegungen."

Große Ophoffs Kernthesen: 1. Verzicht auf alle Anregungen aus dem Ideenlabor.

2. Kernbereich der Buga auf die alte Müllkippe verlegen.

3. Nur die Gebäude errichten, die später wirtschaftlich genutzt werden können. 3. Zelthallen für die Spielzeit leasen. 4. Konzentration auf ein spektakuläres Element wie Geysir oder Hängebrücke.

In der bisherigen Buga-Planung taucht die ehemalige Müllkippe nur als Randthema, nämlich als " Bergwiese" auf. Der Grund: Das ursprünglich geplante Abdeckverfahren hätte keine große Bepflanzung erlaubt. Nun hat sich der Deponiebetreiber für ein anderes Verfahren entschieden, wie Große Ophoff berichtet. Die Abdeckung mit einer 1, 80 m dicken besonderen Bodenschicht würde eine Bepflanzung möglich machen.

Begrünt werden muss die Alt-Kippe ohnehin. Hier könnte auf etwa 25 Hektar der Kernbereich der Buga entstehen. Es schlügen also nur die Mehrkosten für die aufwendigere Bepflanzung und den Wegebau zu Buche. Im Idealfall könnten Gartenbaubetrieben Flächen zur Gestaltung zugewiesen werden, um sich dort zu präsentieren. Das würde erheblich Kosten sparen, widerspricht aber dem Selbstverständnis des Gartenbauverbandes, der die Buga ausrichtet. Der will die Buga nicht zur Werbebühne für einzelne Betriebe werden lassen.

Das Thema Energie lasst Große Ophoff fallen. Die Buga sollte sich auf ihren Kern konzentrieren: Garten und Landschaft. Und damit würde auch die Kernzielgruppe öiner Bundesgartenschau tatsächlich erreicht. Der Piesberg selbst sei Attraktion genug. Die Osnabrücker Buga würde sich damit von allen bisherigen klar abheben. Eine spektakuläre Attraktion wäre sicher nötig. Große Ophoff denkt dabei an einen von Erdwärme gespeisten Geysir oder die Hängebrücke über den Steinbruch.

Die in der Machbarkeitsstudie von 2002 kalkulierten 198 Millionen Euro seien viel zu hoch gegriffen und nicht finanzierbar. Große Ophoff. rechnet mit Investitionen von 51, 4 Millionen Euro und Durchführungskosten von 27, 6 Millionen. Bei 1, 6 Millionen Besuchern und Einnahmen von 19, 3 Millionen Euro bleiben (einschließlich Steuern und Inflation) Kosten von 82, 79 Millionen Euro.

KOMMENTAR

Von

Wilfiied Hinrichs

Zu spät

Fritz Brickwedde hat etwas zu dick aufgetragen. Das " Gutachten", von dem er in der Ratssitzung sprach, entpuppt sich als ein schmales Diskussionspapier. Es gibt keine Antworten, nur Denkanstöße. Einige davon verdienten es, zu Ende gedacht zu werden. Allerdings: Sie kommen zu spät. Vor einem Jahr, bevor die Buga in den Sog der Kommunalwahl geriet, hätte das Papier ein Umdenken bewirken können. Jetzt ist der Zug abgefahren.

w.hinrichs@ neue-oz.de
Autor:
hin


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