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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Die bekannteste Straße der Stadt
Zwischenüberschrift:
Die Große Straße vom Neumarkt aus gesehen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zitat des Artikels:

Die Große Straße vom Neumarkt aus gesehen

Von Marie-Luise Braun

OSNABRÜCK. Einen Blick in die wohl bekannteste Straße Osnabrücks werfen wir in unserer heutigen Zeitreise: die Große Straße. Auf-genommen wurde das alte Foto um das Jahr 1896 herum, als der Neumarkt noch ein richtiger Platz war.

Zeitreise

Deutlich wird das durch die Häuserzeile, die auf dem historischen Foto links zu sehen ist. Sie reicht bis weit auf den Neumarkt: Die Häuser gehören der Nummerierung nach eben nicht zur Großen Straße, sondern zum Neuen Graben und zur Johannisstraße. Hinter dem dritten Haus (von links) ist der Eingang zum Grünen Brink zu erkennen.

Die Große Straße entwickelte sich schon kurz nach der Stadtgründung entlang eines alten Handelsweges. 1633 ist sie in einem Belagerungsplan des Dreißigjährigen Kriegs verzeichnet. Ende des 18. Jahrhunderts standen hier prachtvolle Häuser mit liebevoll gestalteten Fassaden. Die Bomben des Zweiten Weltkrieges zerstörten sie, an ihrer Stelle entstanden neue Gebäude mit glatten Fassaden.

Beim Anblick des aktuellen Fotos ist kaum zu glauben, dass hier früher Droschken und Straßenbahnen zum Stadtbild gehörten. Nach dem Krieg wurde die Große Straße verbreitert

und später zur Fußgängerzone umgebaut: bis 1971 verstopften Autos und Busse die Straße, Fahrzeuge parkten auf den Wegen, Fußgänger mussten sich zwischen ihnen hindurchschlängeln. Für damals vier Millionen Mark wurde die Große Straße bis 1973 in eine Fußgängerzone verwandelt.

Im Haus am rechten Bildrand ist derzeit ein Reiseunternehmen zu finden. Knde des 19. Jahrhunderts befand sich dort die Galanteriewarenhandlung Ressing.

Am 1. Oktober 1882 gegründet, wurde sie später von dem Kaufmann Heinrich Wenner übernommen, der auch Lederwaren anbot. 1961 zog das Geschäft um in die Johannisstraße / Ecke Seminarstraße. Dort kam im Mai 2000 nach 118 Jahren das Aus für das Geschäft.

Zurück zum ehemaligen Standort an der Großen Straße: Seit langem gibt es Pläne, den zweigeschossigen Nachkriegsbau aufzustocken: Hier sollen Wohnungen entstehen. Das mache aber nur Sinn, wenn der Verkehr am Neumarkt und damit der Lärm geringer würden, meinen die Eigentümer. Doch die Pläne am Neumarkt sehen das nicht vor.

Dort, wo auf dem alten Foto eine Litfaßsäule zu sehen ist, befand sich bis vor kurzem ein Eingang zum Neumarkt-Tunnel.

Liebevoll gestaltete Fassaden, Kopfsteinpflaster und wenige Droschken prägten das Bild der Großen Straße Ende des 19. Jahrhunderts. Bereits damals war sie eine wichtige Geschäftsstraße. Foto: Ansichtskarte

Trotz bunter Werbung ganz schön schlicht sind die Fassaden am Eingang der Großen Straße heute.

Foto: Klaus Lindemann
Autor:
Marie-Luise Braun


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