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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Warten aufs Wartehäuschen
Zwischenüberschrift:
Seniorin steht am Altenheim im Regen - Abhilfe versprochen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Sie ist 86 Jahre alt und steht schutzlos auf der Straße - zumindest jeden Abend, wenn sie vom Küpper-Menke-Stift nach Hause fahren will und auf den Bus wartet. Deswegen wünscht sich Anneliese Steinacker dringend ein Buswartehäuschen an der Ecke Sedanstraße / Gluckstraße.

Jeden Tag fährt die 86-jährige Anneliese Steinacker zu dem Alten- und Pflegeheim, in dem ihr Mann seit vier Jahren untergebracht ist. Jeden Abend gegen halb sieben fährt sie dann mit dem Bus nach Hause. Als es dann im vergangenen Winter so heftig schneite, fiel Anneliese Steinacker zum ersten Mal auf, wie schlecht es um die Bushaltestelle stadtauswärts bestellt ist: Nur ein Pfosten mit dem Haltestellenschild steht an der Ecke Gluck- und Sedanstraße und das vor einem Seniorenheim. " Einer der Anwohner hat extra für mich den Schnee weggeräumt, damit ich überhaupt in den Bus kam" erinnert sich die rüstige 86-Jährige an den vergangenen Winter. Auch eine Sitzgelegenheit gibt es nicht. Anneliese Steinacker, mit kranker Hüfte und schmerzenden Kniegelenken, bleibt nichts anderes übrig, als sich bei Wind und Wetter an einen Laternenpfahl zu lehnen.

Schon mehrmals haben vorbeifahrende Autos angehalten und Anneliese Steinacker gefragt, ob sie Hilfe brauche, denn dass die alte Dame am Laternenpfahl auf einen Bus wartet, war für sie offenbar nicht zu erkennen.

Einmal fast gestürzt

Auch in diesem Jahr hat Anneliese Steinacker schon oft bei Wind und Regen auf den Bus warten müssen.

Ausgerechnet am Altenheim gibt es an der Haltestelle kein Wartehäuschen. Das findet Anneliese Steinacker, die hier jeden Tag steht, gar nicht gut. Foto: Hermann Pentermann

" Wenn ich in einer Hand den Stock habe und in der anderen meine Tasche, kann ich keinen Regenschirm mehr halten." Auch wenn es zuletzt nicht so viel geregnet hat, graut es ihr mittlerweile jeden Tag schon vor der abendlichen Heimfahrt. Einmal sei sie bereits von dem Laternenpfosten abgerutscht und fast gestürzt.

In der Hoffnung, wenigstens den kommenden Winter nicht den Elementen ausgesetzt zu sein, hat sich Anneliese Steinacker an die Stadtwerke gewandt und um ein Wartehäuschen an der Haltestelle Küpper-Menke-Stift gebeten. Das wird auch kommen, versprechen die Stadtwerke, es ist nur fraglich, ob es schon in diesem Winter möglich sein wird.

Es wird noch dauern

Rund ein halbes Jahr wird es aber wohl noch dauern, sagt Ulf Middelberg, Pressesprecher der Stadtwerke. " Demnächst werden einige der innerstädtischen Wartehäuschen durch neue ersetzt." Die alten sollen dann an bestimmten Bushaltestellen, die stadtauswärts führen, aufgestellt werden." Denn die haben in der Regel überhaupt keine Wartehäuschen, da hier die Fahrgäste erfahrungsgemäß meist nur ankommen und gleich nach Hause gehen. Die entsprechenden Bushaltestellen sind auf einer Prioritätenliste erfasst, erläutert Ulf Middelberg.

Die Haltestelle Küpper-Menke-Stift gehört zum Bedauern von Anneliese Steinacker allerdings nicht zu den ersten Haltestellen, die mit einem Wartehäuschen aufgerüstet werden. Zuerst kommen stark frequentierte Haltestellen wie beispielsweise um Schinkeler Friedhof an die Reihe.
Autor:
klu


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