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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Mit dem Fahrrad über die verschwundenen Schienen
Zwischenüberschrift:
Straßenverlauf an der Buerschen Straße fast wie 1929 - Bremer Bahnhof war früher eine wichtige Haltestelle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mit dem Fahrrad über die verschwundenen Schienen

Straßenverlauf an der Buerschen Straße fast wie 1929 - Bremer Bahnhof war früher eine wichtige Haltestelle

IM JAHR 1929 zeigte sich hier an der Buerschen Straße ein nackter Felsen. Früher ging es hier zum Bremer Bahnhof. Das Foto stammt aus dem Buch " Alt-Osnabrück", Band 2.

WILD ÜBERBEWUCHERT: 76 Jahre später ist der Felsen von Grün überzogen. Die Schienen sind einem Radweg gewichen. Foto: Klaus Lindemann

Gartlage tos
Die Buersche Straße am Klushügel: Obwohl zwischen den beiden Aufnahmen 76 Jahre liegen, hat sich hier auf den ersten Blick nicht viel verändert. Die Straßenführung ist an dieser Stelle noch immer wie im Jahr 1929, als Helmut Schwarz dieses Foto aufnahm - wenn der Belag inzwischen erneuert wurde.

Früher waren es Fußgänger, die das Bild der Buerschen Straße prägten, heute verkehren hier Autos und Radfahrer. Wo damals noch die Gleise der Straßenbahn verliefen, führt heute ein Radweg über den Asphalt. Die Straßenbahnlinie 3 führte bis Ende der 50er Jahre die Buersche Straße hinauf.

Am Klushügel, nahe der Buerschen Straße, wurde am 1. September 1871 der Bremer Bahnhof eröffnet. Das wenig repräsentative, im Volksmund auch " Bretterbude" genannte Fachwerkgebäude, das es heute nicht mehr gibt, war bis zur Inbetriebnahme des Zentralbahnhofs im Jahr 1895 Haltepunkt der Köln-Mindener Eisenbahn. Diese zweite Bahnstrecke Osnabrücks führte südlich des Johannistors an der Stadt vorbei und kreuzte die ältere Trasse der Hannoverschen Westbahn südöstlich des Hannoverschen Bahnhofs.

Hier, an der Buerschen Straße, wurde zwischen beiden Gleissystemen eine Verbindung geschaffen, die so genannte Kluskurve, die noch heute einen Höhenunterschied von etwa fünf Metern überwindet. Reisende, die in Osnabrück umsteigen wollten, mussten einen beschwerlichen Weg zwischen den weit auseinander liegenden Bahnhöfen antreten. Wer es sich leisten konnte, nutzte die Pferdebusverbindung, die eine zeitlang zwischen den Stationen verkehrte.

Erhöhte Gleise brachten freie Fahrt

An der Buerschen Straße genießen Züge, Autos und Radfahrer heute freie Fahrt. Bis 1913 kam hier der Verkehr noch regelmäßig zum Erliegen: Die Eisenbahngleise verliefen bis dahin auf Straßenniveau und behinderten an den Bahnübergängen den innerstädtischen fließenden Verkehr. Weil viele Fußgänger und Fuhrwerke permanent vor geschlossen Bahnschranken standen, begann man 1907 mit der Höherlegung der Gleise und befreite Osnabrück so von den Fesseln des " Eisernen Ringes". Die Buersche Straße wurde abgesenkt und hinter der hier abgebildeten Steigung in eine Kurve durch den Felsen gezwungen.

Der damals nackte Felsen ist inzwischen hinter üppig wucherndem Grün verschwunden, die Giebelspitze eines später errichteten Hauses lugt oberhalb des Felsens hervor. Das Kopfsteinpflaster ist dem Asphalt gewichen. Als Fußgänger sollte man heute lieber den links durch das Bild verlaufenden Gehweg nutzen.

IM JAHR 1929 zeigte sich hier an der Buerschen Straße ein nackter Felsen. Früher ging es hier zum Bremer Bahnhof. Das Foto stammt aus dem Buch " Alt-Osnabrück", Band 2.

WILD ÜBERBEWUCHERT: 76 Jahre später ist der Felsen von Grün überzogen. Die Schienen sind einem Radweg gewichen. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
tos


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