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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ohne Baumschutzsatzung keinen Schutz für Bäume in Osnabrück?
 
Schatten störte die Besitzer
 
Wachsen in die Schutzwürdigkeit
Zwischenüberschrift:
Zum Artikel "Vertragsbruch: Ahorn gefällt - Aufregung um geschützten Laubbaum direkt neben dem Botanischen Garten" (Ausgabe vom 23. November) sowie zum Artikel "Bäume ab einer bestimmten Größe keine Pri
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ohne Baumschutzsatzung keinen Schutz für Bäume in Osnabrück?

Zum Artikel " Vertragsbruch: Ahorn gefällt - Aufregung um geschützten Laubbaum direkt neben dem Botanischen Garten" (Ausgabe vom 23. November) sowie zum Artikel " Bäume ab einer bestimmten Größe keine Privatsache mehr" (Ausgabe vom 9. November).

" Wenn es um den Schutz von Bäumen geht, kann man sich nicht auf das Verantwortungsgefühl von Grundstücksbesitzern verlassen. Dies zeigt einmal mehr der Artikel über die Fällaktion des 70-jährigen Ahornbaumes. Die Osnabrücker Baumschutzsatzung war 2000 unter anderem mit dem Argument abgeschafft worden, dass ja wohl kein Grundbesitzer ohne Not einen gesunden, alten Baum fällen würde. Man sieht: Er macht es doch. Für Herrn Prof. Dr. Mielenhausen reicht als Begründung, dass der Baum zu viel Schatten werfe und zu groß für sein Grundstück sei. Wenn man sein Grundstück von oben betrachtet, so fragt man sich: Wenn nicht dort ein großer Baum wachsen kann, wo denn dann? Aber gerade für unser Stadtklima brauchen wir Bäume, und zwar viele und große. Auch wenn Herr Prof. Dr. Mielenhausen einen Baum nachpflanzen sollte, so wird dieser wieder Jahrzehnte brauchen, bis er so viel Sauerstoff produziert und so viel Feinstaub filtert wie sein Vorgänger. Hätte es keinen Vertrag gegeben, wäre dieser Baum ohne Aufsehen verschwunden. Wieder einmal wird deutlich: Ohne Baumschutzsatzung gibt es keinen Schutz für Bäume."

Hanne Uber
Roonstraße 18
Osnabrück

Schatten störte die Besitzer

" Es stand in eines Gartens Raum ein wunderschöner Ahornbaum am Westerberg in Osnabrück. Ein alter Baum, welch großes Glück! Er reckte sich zum Himmelszelt, gab Sauerstoff für diese Welt, verbrauchte - und zwar kostenfrei - prima fürs Klima CO 2, filterte Ruß aus dicker Luft, verströmte süßen Frühlingsduft und brachte in der Sommerhitze wohltuend Kühlung - einfach spitze! Doch die den Baum im Garten hatten, sie störten sich an seinem Schatten. Obwohl vertraglich klar gebunden, wurde der Baum kaputtgeschunden: Sie räumten mit der Motorsäge ihn kurzerhand aus ihrem Wege. Mit solchen Baumvernichtungswerken wird andre Menschen man bestärken, in gleicher Weise auch zu handeln und so die Welt dann zu verschandeln. Das Fazit ist nicht wirklich schwer: ' ne Baumschutzsatzung muss schnell her!"

Prof. Dr. Herbert Zucchi
Rosenweg 3
Hasbergen

Wachsen in die Schutzwürdigkeit

" Es ist ganz erstaunlich, welche Früchte die Gesetzgebung der letzten Jahre trägt. Man darf einen Baum pflanzen und über Jahre pflegen, doch ernten darf man ihn nur mit Genehmigung einer zuständigen Behörde. Viele Bäume werden deshalb gar nicht erst gepflanzt oder schon , geerntet', bevor sie unter das Gesetz fallen. Der Gesetzgeber hat es noch nicht begriffen, dass Bäume nur dann gedeihen, wenn der Grundstückseigentümer das Wachstum unterstützt. Die Verantwortlichen der Stadt Osnabrück haben klug gehandelt, als die Baumschutzsatzung abgeschafft wurde. Dort wird kein Baum mehr abgeschlagen, weil er im nächsten Jahr in die Schutzwürdigkeit hineinwächst und damit unter das Gesetz fällt. Die Länder Berlin und Brandenburg sind zwar fast pleite, doch sie haben einen überflüssigen Gehölzsachverständigenverband. Für das Gehalt des Vorsitzenden könnten jedes Jahr in Brandenburg mehr als 15 ha (150000 qm) Ackerfläche gekauft oder noch einfacher und preiswerter von den Treuhandnachfolgernübernommen werden. Damit keine zusätzlichen Arbeitslosen entstehen, wäre es sinnvoll, dass der Vorsitzende und seine Mitarbeiter die Aufforstungs- und Pflegearbeiten übernehmen. In zehn Jahren hätten sie eine schöne Waldfläche auf der Habenseite ihres Lebensabschnittes stehen. In der jetzigen Funktion steht da leider nichts."

Hermann Bischof
Kochstraße 5
Bramsche
Autor:
Hanne Uber, Prof. Dr. Herbert Zucchi, Hermann Bischof


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