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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Laus-Attacke: Uni-Cafeteria geschlossen
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Heute kommt der Kammerjäger
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Laus-Attacke: Uni-Cafeteria geschlossen

Heute kommt der Kammerjäger

Von Dietmar Kröger

Osnabrück
Ein rot-weißes Absperrband und ein DIN-A-4-Zettel im Juridicum der Universität verkünden nichts Gutes: " Aus hygienischen Gründen muss die Cafeteria bis auf weiteres geschlossen werden". Karge Zeiten für mehrere hundert Studenten der Fachbereiche Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, die sich hier mit ihren Pausensnacks versorgten. Verärgerte Studenten meldeten sich gestern in der Redaktion, um auf die Missstände hinzuweisen.

Was ist passiert: Ein Mitglied aus der Nichtsesshaftenszene hatte die Cafeteria als eine Möglichkeit für sich entdeckt, trocken und warm die kühler werdenden Tage zu verbringen. Zwar war gegen den Mann schon vor längerem ein Hausverbot ausgesprochen worden, dadurch ließ er sich aber nicht abhalten, immer wieder in das Gebäude am Wall zurückzukehren. Das Problem: Er war sozusagen nicht alleine, sondern hatte noch Kopf- und Kleiderläuse im Gepäck.

Herrentoilette ebenfalls gesperrt

Vor allem dieser Umstand war es, der den zuständigen Mediziner an der Uni, Dr. Henning Allmers, dazu veranlasste, den Bereich zunächst einmal zu schließen. Heute soll nun der Kammerjäger dem Getier den Garaus machen. " Das ist eine rein vorsorgliche Maßnahme", sagt Allmers. Eine Gefahr für die Studierenden habe zu keiner Zeit bestanden. Dementsprechend sollen sowohl der Pausenbereich als auch die ebenfalls betroffene Herrentoilette umgehend wieder geöffnet werden.

Bewirtschaftung könnte helfen

Die Studenten machen sich ob des Geschehens ihre eigenen Gedanken. " Es wäre gut, wenn es dort eine Kontrolle gäbe", sagt Katharina Kuhlmann. So könne die bislang nur mit Automaten bestückte Cafeteria ja bewirtschaftet werden. Vor dem Hintergrund drohender Studiengebühren stünde es der Universität gut zu Gesicht, wenn sie das Umfeld der Studierenden in Schuss hielte. " Das ist schließlich auch ein Imagefaktor für die Universität."

Der Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften, Professor Dr. Andreas Fuchs, sieht in der Bewirtschaftung der Cafeteria eine Möglichkeit, die zu prüfen sei. " Das müsste natürlich wirtschaftlich sein", bremst er allzu große Hoffnungen. Selbst bei Einführung der Studiengebühren sei zu fragen, was die Uni dann leisten könne. Da das Gebäude am Wall bis in die Abendstunden geöffnet sei, könne eine Bewirtschaftung aber auch nicht das Allheilmittel sein.

SPERRGEBIET: Die Schließung der Cafeteria im Juridicum am Wall soll umgehend wieder aufgehoben werden. Foto: Jörn Martens
Autor:
Dietmar Kröger


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