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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Betonplatten in Rosa als Andeutung an Rosenbeete
Zwischenüberschrift:
Städtebaulicher Wettbewerb für den Rosenplatz: process yellow und lad+ aus Berlin und Hannover auf Platz 1
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Städtebaulicher Wettbewerb für den Rosenplatz: process yellow und lad+ aus Berlin und Hannover auf Platz 1 ReindersArchitekten

Innenstadt (andi)
Auf dem Dach der Sparkasse wird Basketball gespielt, Autos fahren über einen rosa eingefärbten Straßenbelag, drum herum nutzen Passanten und Anwohner einen großzügigen, belebten Platz: Das ist die Vision der Berliner Architekten und Stadtplaner von process yellow und lad+ für den neuen Rosenplatz. " Platz schaffen!" heißt ihr Entwurf, der beim Architekturwettbewerb zur Neugestaltung des Rosenplatzes mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde.

" Die Idee Ist so tragfähig, dass sie den sich nun anschließenden Diskussionen standhalten kann", begründete Baudezernent Wolfgang Griesert die Entscheidung der Jury. Die beiden Berliner Martin Schröder und Oliver Bormann von process yellow und der Hannoveraner Martin Diekmann von lad+ gingen bei ihrer Planung von der Feststellung aus, dass der Rosenplatz seine Identität als " Platz" längst verloren habe.

" Wir wollten Raum gewinnen und vom Straßencharakter wegkommen", erklärt Martin Schröder. Dies soll in dem Gewinner-Entwurf zunächst durch einen einheitlichen Bodenbelag gelingen:

Wie ein " steinerner Teppich" sollen Betonplatten von Hauswand zu Hauswand gelegt werden und so einen geschlossenen Gesamteindruck vermitteln. In der Mitte des Platzes, wo die Fahrspuren verlaufen, sollen diese Platten in verschiedenen Rottönen eingefärbt werden, " als Reminiszenz an die früheren Rosenbeete", so Schröder.

Derzeit wird der Rosenplatz vor allem vom Autoverkehr bestimmt - das soll sich ändern: Holzpodeste, " Decks" an den Seiten sollen Menschen zur freien Nutzung einladen. " Wir wollen Möglichkeiten schaffen, sich den Platz anzueignen", erklärt Martin Schröder, " deshalb sind diese Decks aus dem warmen Material Holz." Als Sonnendeck, Bühne, Gastronomie-Terrassen oder ganz zweckmäßig als Bushaltestelle könnten diese Holzinseln genutzt werden. " Fast wie ein großes Möbelstück" möchten die Planer das verstanden wissen. Diese Möbelstücke enthalten auch einen Teil des Beleuchtungskonzepts: Statt Straßenlaternen sind an Stahlseilen aufgehängte Lampen vorgesehen, unten dagegen Lichtquellen aus den Holzdecks.

Zusätzlich zum neuen Gesamtbild waren einzelne architektonische Lösungen gefragt: Das Wohn- und Geschäftshaus Rosenplatz 1-2 wollen die Wettbewerbsgewinner erhalten und renovieren - mit Wohnungen, die auch zum ruhigen Innenhof hin offen sind. Außen sollen sich die Rottöne der Straße in der Fassade wiederfinden.

Wie ein kleiner Bonus wirkt die Einrichtung eines Basketball-Feldes auf dem Dach der Sparkasse: Das flache Gebäude habe dazu eingeladen, erzählen die Architekten - und es gehörte zur Ausschreibungsauflage, eine neue Freizeit- und Begegnungsstätte zu gestalten. Dazu ist eine Sporthalle mit Ladengeschäften an der Spichernstraße angedacht, mit Umsteigemöglichkeiten für den Haller Willem.

Der 2. Preis geht an ReindersArchitekten

Den zweiten Preis, dotiert mit 8000 Euro, erhielt das Osnabrücker Büro ReindersArchitekten. Auch in seinem Wettbewerbsbeitrag wurde Wert auf eine klare Struktur des Platzes gelegt - mit einheitlichen Pflastersteinen und Farben vor allem in der Randbebauung.

Der Entwurf zeigt den Rosenplatz als durchlässiges Quartier mit Querverbindungen von der Johannisstraße bis zur Spichernstraße, für Anwohner und Passanten wollen auch die Zweitplatzierten neue Aufenthaltsflächen schaffen.

Zur Sache: Wettbewerb für den Rosenplatz

Der Verkehr soll weiter ungehindert fließen

Das Quartier rund um den Rosenplatz gilt als städtebauliches Sorgenkind. Im Zusammenhang mit dem Sanierungsprojekt " Soziale Stadt" wurde vor einem Jahr die Auslobung eines städtebaulichen Wettbewerbs für den Rosenplatz beschlossen. Sechs Architekturbüros wurden zu diesem begrenzten Wettbewerb eingeladen, sechs weitere Bewerber ausgelost.

Der Auftrag an die Teilnehmer war es, die verkehrstechnische Leistungsfähigkeit des Platzes zu erhalten - und gleichzeitig den Rosenplatz zu einem attraktiven Raum in der Stadt umzugestalten. Wie schwierig diese Aufgabe ist, beweist der Umstand, dass nur neun der zwölf zum Wettbewerb geladenen Büros ihre Entwürfe abgegeben haben. Die Jury bestand aus Christoph Schonhoffaus Hannover, Prof. Edgar van Schayck (Fachhochschule), Baudezernent Wolfgang Griesert, Reinhold Baier vom BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung in Aachen, Anette Meyer zu Strohen und Ulrich Hus vom Stadtentwicklungsausschuss und Petra Witt vom Stadtteilforum. In einem anonymisierten Verfahren wurden die Arbeiten bewertet, am Ende gewann process yellow und lad+ nach langer Diskussion vor ReindersArchitekten. Darüber hinaus wurden drei mit 2000 Euro dotierte Anerkennungen verliehen Der mit 11000 Euro ausgezeichnete Entwurf der Gewinner soll jetzt im Dialog zwischen Stadt und Machern für eine reale Umsetzung überarbeitet werden. Ob das funktioniert, wird sich erst in der nächsten Phase zeigen. (andi)

PLATZ SCHAFFEN für Fußgänger und Autos - eine Quadratur des Kreises? Der preisgekrönte Entwurf von process yellow und lad+.

DER ROSENPLATZ als durchlässiges Quartier mit Querverbindungen: So will das zweitplatzierte Team ReindersArchitekten aus Osnabrück neue Aufenthaltsflächen schaffen.
Autor:
andi


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